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Alles ist teurer geworden…

Ich wünsche allen Besucher/innen einen schönen Jahreswechsel – kommt gut rüber! Alles Gute für 2008 – mit der LINKEN im Landtag wird es bestimmt wieder ein kleines bißchen besser in diesem Land.

Nach den vielen langen Texten zur Abwechslung mal wieder ein amüsanter, audiovisueller Einschub aus der Jukebox, dessen Titel “Alles ist teurer geworden” thematisch immer noch und immer wieder hochdaktuell ist.

Künstler: Marc-Uwe Kling, Deutschsprachiger Poetry Slam Meister 2006 & 2007

Sechs Fragen an Victor Perli

Aus dem Fragebogen der Wolfenbütteler Zeitung:
(veröffentlicht am 19.12.2007)

Welche Ereignisse haben Sie entscheidend geprägt?

Politisch aufgerüttelt haben mich die soziale Kälte der Ära Schröder, die grundgesetzwidrige Beteiligung am Krieg gegen Jugoslawien und der neonazistische Anschlag auf die Wolfenbütteler Moschee 2002. Persönlich prägend sind die bewundernswerte Energie meiner selbständigen Eltern in Zeiten wirtschaftlicher Flaute und neue Einsichten aus Literatur und Musik.

Was macht Ihnen Angst?

Der Staat darf ab 2008 das Telekommunikationsverhalten aller Bürger speichern. Unser Leben soll nur noch aus Arbeit bis 70 oder Hartz IV bestehen und Politiker aus meiner Generation sprechen Senioren und Finanzschwachen das Recht auf volle medizinische Versorgung ab. Da wird mir angst und bange um die Zukunft.

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SPIEGEL: Links wirkt!

Heute erschien in SPIEGEL Online unter dem Titel “Erreger des Jahres” ein Artikel über Oskar Lafontaine, den Vorsitzenden der LINKEN. Der Autor stellt die These auf, dass Oskar Lafontaine und die Positionen der Linken die politische Debatte in der Republik nachhaltig verändert haben – und die Regierungsparteien auch praktisch zunehmend zu Kurskorrekturen gezwungen werden. Eines ist ohnehin sicher: Wenn DIE LINKE bei den Landtagswahlen im Januar in Hessen und Niedersachsen in die Parlamente einzieht, wird sich die ganze Richtung der Politik wieder ein wenig mehr hin zu sozialer Gerechtigkeit bewegen. Nun also der Artikel:

OSKAR LAFONTAINE: Erreger des Jahres
Er treibt Union und SPD mit seiner populistischen Linkspolitik zu Korrekturen und gibt den Wortführer in der Debatte über soziale Gerechtigkeit: Oskar Lafontaine ist schon lange nicht mehr Minister – aber sein politischer Einfluss ist heute so groß wie selten zuvor.
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Keine Teilnahme an THG-Diskussion

Am 18.12. veranstaltete das Theodor-Heuss-Gymnasium eine schulinterne Diskussionsveranstaltung zu den Landtagswahlen. Die Wolfenbütteler Zeitung berichtete gestern mit einer Sonderseite. Eingeladen waren jedoch nur meine vier MitbewerberInnen. Als einziger Direktkandidat in diesem Wahlkreis musste ich draußen bleiben.

Links fehlt was

Bildquelle

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“Ordo(n)liberalismus” am THG

Gastbeitrag von André Owczarek (“Eine satirische Polemik”)

Laut Internetlexikon “Wikipedia” gilt der sog. Ordoliberalismus als deutsche Variante des Neoliberalismus. Der Staat soll laut Definition einen “marktkonformen Ordnungsrahmen für Privateigentum, Vertragsfreiheit, freien Wettbewerb” usw. gewähleisten. Ein Wolfenbütteler Vertreter dieser ökonomischen und politischen Schule – seines Zeichens Schulleiter und FDP-Anhänger – etablierte am Morgen des 18. Dezember eine besondere Variante dieser ideologischen Richtung. Auch Podiumsdiskussionen im Rahmen der bevorstehenden Landtagswahl brauchen nämlich eine höchst mögliche Marktkonformität.
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Erste öffentliche Fraktionssitzung

DIE LINKE hat sehr gute Chancen am 27. Januar in den Niedersächsischen Landtag einzuziehen. Damit wir vom ersten Tag an im Interesse unserer Wählerinnen und Wähler politisch wirken können, haben sich die ersten 12 KandidatInnen der Landesliste vor wenigen Tagen, sechseinhalb Wochen vor dem Wahltermin, zur ersten öffentlichen Fraktionssitzung getroffen.

So könnte die Linksfraktion im Landtag aussehen.
(vorne links meine Wenigkeit)
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Reclaim the streets? Schön wärs!

Dieser Artikel aus der “jungen Welt” vom 15.12.2007 dokumentiert exemplarisch, welche Ausmaße auch der – im Vergleich zur Schäubles Überwachungsgesetzen  vermeintlich unbedeutende – Sicherheitswahn in Dörfern und Städten mittlerweile annimmt. Im Interesse von Kaufrausch, Profit und Ruhe können junge Menschen mit technischer Hilfe aus dem öffentlichen Raum vertrieben werden. Der indirekte Zwang ersetzt den unmittelbaren (gewalttätigen, etwa durch die Polizei), der allzuhäufig vor einem Legitimationsproblem stand. Zurecht kritisiert daher der niedersächsische Landesjugendring den Einsatz dieser Technik als “menschenverachtend”. Das Bundesamt für Arbeitsschutz hält Hörschäden für möglich. Und einmal mehr zeigt sich: Die Straßen gehören längst nicht mehr allen.

Mosquitofalle gegen Kids
Hochfrequenzwaffe statt Jugendtreffs: Neue Technologie soll »herumgammelnde Jugendliche« aus öffentlichem Raum vertreiben
Ralf Wurzbacher

Womit bringt Herrchen seinen Wauwau zum Spuren? Mit einer Hundepfeife. Und wie verscheucht man unliebsame Jugendliche? Auf dieselbe Art. Bloß ein schlechter Witz? Mitnichten: Inzwischen sind bundesweit mehr als 700 sogenannter Hochfrequenzgeräte im Einsatz, mit denen es im öffentlichen Raum »herumlungernden« Teenagern an den Kragen gehen soll. Die Apparate senden Pieptöne in einem Schwingungsbereich aus, der in aller Regel nur bis zum Alter von maximal 25 Jahren wahrgenommen wird und die genervten Empfänger in die Flucht schlägt.
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Gratis MP3s gesucht

Für den neuen Linksplayer, der das Lesen langer Texte und das Verweilen auf dieser Seite angenehmer machen soll, suche ich Lieder, die irgendwie gut sind und als MP3 kostenlos verbreitet werden. Es dürfen Nachwuchsbands aus Wolfenbüttel und Umgebung sein, aber genauso alte Rockstars. Hauptsache kostenlos. Tipps einfach an victor (at) perli.de mailen oder diesen Beitrag kommentieren. Danke!

Musikalisches Feuerwerk aus Mexico

Mal wieder ein Musikvideo für die Jukebox. Bei Panteón Rococó handelt es sich um eine der besten SkaRock-Gruppen aus Mexico, hier mit dem Club-tauglichen Hit “La Carencia” in einer Live-Version. Spielort war Cancún (der Ort der gescheiterten WTO-Verhandlungen) direkt an der Karibikküste. Die Band ist auch linkspolitisch unterwegs, dazu findest Du bei Interesse weiteres im Netz.

BILD auf Seite 1 gegen Linksjugend

Erst das Schäuble-Ministerium für Überwachung, gestern die Junge Union und am heutigen Donnerstag auch die BILD: Das Land wird auf Kurs gegen die Linksjugend ['solid] getrimmt. Welch eine Anerkennung für den coolsten Jugendverband weit und breit!

BILD
Rubrik Gewinner/Verlierer

Mißfelder
Er hat klare Vorstellungen. Eine davon: „Linksextremisten dürfen keine Staatsknete bekommen“. Philipp Mißfelder (28), Vorsitzender der Jungen Union, hat mit seiner Stimme verhindert, dass „Solid“, die Jugendorganisation der Linkspartei, in den Ring der Politischen Jugend aufgenommen wird. Der entscheidet über die Mittelvergabe. Andere Jugendorganisationen waren dafür.

BILD meint: Konsequent!

Quelle (nicht mehr aktuell)

P.S.: Das BILD-Bild war nicht verfügbar. Beim abgebildeten Mißfelder-Foto handelt es sich um ein satirisch-ernstes Plakat, welches nicht von der CDU stammt.

Das “Linksextremisten”-Zitat ist in der BILD-Fabrik entstanden und den neuen Namen des Jugendverbandes können sie auch nicht schreiben – aber da haben wir ja nichts anderes erwartet. Bloß: Was ist hier eigentlich konsequent demokratisch? Die Haltung von Mißfelder oder die Position der anderen Jugendorganisationen?

Jürgen Trittin kommentiert für Bildblog.de:

Obwohl eine “Cara” [4] nicht bowlen kann, ist Philipp Mißfelder von der Jungen Union der “Gewinner” des Tages [5], weil er einer Jugendorganisation* der Linkspartei die Förderung durch den Ring Politischer Jugend verweigert hat. “Linksextremisten dürfen keine Staatsknete bekommen”, so Mißfelder. Die sollten der Jungen Union und ihrem Vorsitzenden vorbehalten bleiben, der die Staatsknete schon mal genutzt hat, um zu fordern, alten Menschen keine Hüftoperationen mehr zu bezahlen — wohl im Namen der Generationengerechtigkeit. So sehen bei “Bild” Sieger aus. (…)

*) Hier stand zunächst “Jugendmagazin“. Tatsächlich geht es in der “Gewinner”-Meldung von “Bild” aber um Solid23, die Jugendorganisation der Linkspartei. Wir bitten um Entschuldigung, d.Red.

Quelle

Auf Satire-Sendungen des NDR hat Mißfelder übrigens “keinen Bock”. Extra 3 hat ihn trotzdem bekommen.

Ein Hauch putinistischer Verhältnisse

Linke-Jugend scheitert mit Aufnahme in Dachverband
Berlin (dpa) – Der neue Jugendverband der Linken, Linksjugend ['solid], ist mit der Aufnahme in den Ring der Politischen Jugend (RPJ) am Votum der Jungen Union gescheitert. Das teilte RPJ-Sprecher Jan Albrecht der Deutschen Presse-Agentur dpa am Mittwoch in Berlin auf Anfrage mit. Der Bundesgeschäftsführer der Linken, Dietmar Bartsch, sprach von einem “Skandal” und kündigte juristische Schritte an. Er verwies darauf, dass der Dachverband vom Bundesfamilienministerium Geld für politische Bildungsarbeit bekommt. Die Junge Union versuche, die Linke-Jugend von öffentlichen Geldern auszuschließen.

Im RPJ sind die Jugendverbände der im Bundestag vertretenen Parteien CDU, SPD, FDP und Grüne sowie die parteiunabhängigen JungdemokratInnen organisiert. Einzig die Junge Union (JU) habe die Aufnahme abgelehnt, weil eine Vorgängerorganisation der Linksjugend ['solid] vom Verfassungsschutz beobachtet worden sei, sagte Albrecht. Die Jungsozialisten (Jusos), die Jungen Liberalen (Julis), die Grüne Jugend und die JungdemokratInnen hätten für die Aufnahme gestimmt. Beschlüsse im RPJ müssten aber einstimmig gefasst werden. Albrecht ist Sprecher der Grünen Jugend, die derzeit den Vorsitz im RPJ hat.

Die Linksjugend ['solid]-Sprecher Barbara Paech und Victor Perli erklärten, ihr Verband erfülle alle rechtlichen Satzungsanforderungen. “Wir werden nicht weiter zusehen, wie die anderen Jugendverbände die staatliche Förderung – knapp eine Million Euro – unter sich aufteilen.”
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Apropos Nazis…

Aufmucken gegen Rechts” war sicher eine der coolsten Kampagnen gegen rechte Umtriebe, Faschos aufm Schulhof und die Doppelzüngigkeit mancher rechtskonservativer Politiker (die sind echt alle männlich).

50.000 verteilte CDs mit einigen der namhaftesten deutschsprachigen Bands und Sänger, darunter Die Fantastischen Vier, Jan Delay, Seeed und als Bonbon aus Braunschweig “Such a Surge”. Mehrere hundert Verteilaktionen bundesweit, ungefähr 50 Konzerte vor Ort und das alles organisiert von SchülerInnen, Azubis, Studis und anderen jungen Menschen, die ohne Nazis schöner leben wollen.

Bei Youtube hab ich unseren damaligen Trailer gefunden… da könnte man glatt eine neue Kampagne starten: