Linke-Jugend scheitert mit Aufnahme in Dachverband
Berlin (dpa) – Der neue Jugendverband der Linken, Linksjugend ['solid], ist mit der Aufnahme in den Ring der Politischen Jugend (RPJ) am Votum der Jungen Union gescheitert. Das teilte RPJ-Sprecher Jan Albrecht der Deutschen Presse-Agentur dpa am Mittwoch in Berlin auf Anfrage mit. Der Bundesgeschäftsführer der Linken, Dietmar Bartsch, sprach von einem “Skandal” und kündigte juristische Schritte an. Er verwies darauf, dass der Dachverband vom Bundesfamilienministerium Geld für politische Bildungsarbeit bekommt. Die Junge Union versuche, die Linke-Jugend von öffentlichen Geldern auszuschließen.
Im RPJ sind die Jugendverbände der im Bundestag vertretenen Parteien CDU, SPD, FDP und Grüne sowie die parteiunabhängigen JungdemokratInnen organisiert. Einzig die Junge Union (JU) habe die Aufnahme abgelehnt, weil eine Vorgängerorganisation der Linksjugend ['solid] vom Verfassungsschutz beobachtet worden sei, sagte Albrecht. Die Jungsozialisten (Jusos), die Jungen Liberalen (Julis), die Grüne Jugend und die JungdemokratInnen hätten für die Aufnahme gestimmt. Beschlüsse im RPJ müssten aber einstimmig gefasst werden. Albrecht ist Sprecher der Grünen Jugend, die derzeit den Vorsitz im RPJ hat.
Die Linksjugend ['solid]-Sprecher Barbara Paech und Victor Perli erklärten, ihr Verband erfülle alle rechtlichen Satzungsanforderungen. “Wir werden nicht weiter zusehen, wie die anderen Jugendverbände die staatliche Förderung – knapp eine Million Euro – unter sich aufteilen.”
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Tags: Linksjugend ['solid] by perlinotti
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