Keine Teilnahme an THG-Diskussion
Am 18.12. veranstaltete das Theodor-Heuss-Gymnasium eine schulinterne Diskussionsveranstaltung zu den Landtagswahlen. Die Wolfenbütteler Zeitung berichtete gestern mit einer Sonderseite. Eingeladen waren jedoch nur meine vier MitbewerberInnen. Als einziger Direktkandidat in diesem Wahlkreis musste ich draußen bleiben.
Ein Anruf bei den Veranstaltern ergab, dass eine Einladung an mich nicht ausgesprochen werden könne, da sich “das langjährige Veranstaltungskonzept des THG” nur auf die im jeweiligen Parlament vertretenen Parteien orientieren würde. Dafür gibt es jedoch Gegenbeispiele: Vor den Landtagswahlen 2003 wurde die FDP eingeladen, obwohl sie bereits seit 8 Jahren nicht im Landtag vertreten war. Nicht eingeladen wurde damals jedoch die PDS, die durch einen Überläufer von den Grünen mit einer Person im Landtag vertreten war. Zweites Beispiel: Vor der Bundestagswahl 2005 wurde die Linkspartei eingeladen, obwohl sie nicht als Fraktion im Bundestag war. Das war richtig, da sich Lafontaines WASG und Gysis Linkspartei anschickten eine neue Partei zu bilden, der glänzende Umfragewerte bescheinigt wurden. Mittlerweile hat DIE LINKE mit ihrer Gründung die Parteienlandschaft nachhalig verändert: sie stellt die viertstärkste Fraktion im Bundestag, sie ist in Umfragen seit Monaten die drittstärkste Kraft und hält sich bei Umfragen zur Landtagswahl 2008 beständig um die 5 Prozent.
Konfrontiert mit diesen Argumenten wurde ich von den Veranstaltern darauf hingewiesen, dass bei meiner Teilnahme “auch die NPD Ansprüche” anmelden könne. Auch dieses Argument ist nicht nachvollziehbar. Die neofaschististische und rassistische NPD hat keinen Direktkandidaten aufgestellt und wir können sie glücklicherweise weit unterhalb der 5%-Hürde erwarten. Geändert hat das nichts mehr. Wahrscheinlich wurden also die Drohgebärden des Landadels CDU-Kandidaten Frank Oesterhelweg (“Ich diskutiere nicht mit den LINKEN.”) vom Schulleiter des THG, Rudolf Ordon, erhört, der als Ratsherr im Stadtrat sitzt und FDP-Stadtvorstandsmitglied ist. Ach ja, wie war das nochmal? Nur wenn DIE LINKE in den Landtag kommt, ist ein Ende der CDU-FDP Koalition in Reichweite. JedeR möge sich zu diesem Vorgang eine eigene Meinung bilden…
Ich habe derweil in den Pausen vor der Schule mit SchülerInnen diskutiert, Flyer und CDs verteilt und dabei so manchen sympathisierenden Kommentar entgegengenommen. Außerdem ist DIE LINKE mit Plakaten zu ihren bildungs- und sozialpolitischen Positionen im Umfeld der Schule präsent – und das jetzt noch einige Wochen. Denn eigentlich hat Schule einen ungesteuerten und überparteilichen Bildungsauftrag. Auch in Niedersachsen. Auch in Wolfenbüttel. Auch am THG.









Das Verhalten der Parteien und Akteure ist unmöglich, zeigt aber nur all zu gut das sie ganz klar Angst vor der LINKE haben. So versuchen sie die LINKE zu unterdrücken damit niemand hört welche Vorschläge diese macht. Das dieses Verhalten jedem demokratischen Verständniss wiederspricht scheint diese nicht sonderlich zu interessieren.
Dir viel Erfolg!
Jetzt erst Recht Victor !!!
Bleib einer Lini treu,
wünsche uns ähnlich wie in Bremen ein Topergebnis jenseits aller vorherign Prognosen !!
Guten Rutsch