Sechs Fragen an Victor Perli
Aus dem Fragebogen der Wolfenbütteler Zeitung:
(veröffentlicht am 19.12.2007)
Welche Ereignisse haben Sie entscheidend geprägt?
Politisch aufgerüttelt haben mich die soziale Kälte der Ära Schröder, die grundgesetzwidrige Beteiligung am Krieg gegen Jugoslawien und der neonazistische Anschlag auf die Wolfenbütteler Moschee 2002. Persönlich prägend sind die bewundernswerte Energie meiner selbständigen Eltern in Zeiten wirtschaftlicher Flaute und neue Einsichten aus Literatur und Musik.
Was macht Ihnen Angst?
Der Staat darf ab 2008 das Telekommunikationsverhalten aller Bürger speichern. Unser Leben soll nur noch aus Arbeit bis 70 oder Hartz IV bestehen und Politiker aus meiner Generation sprechen Senioren und Finanzschwachen das Recht auf volle medizinische Versorgung ab. Da wird mir angst und bange um die Zukunft.
Woran glauben Sie?
Armut, Ausbeutung und Krieg fallen nicht vom Himmel. Eine andere, eine bessere Welt ist möglich! Packen wir´s an!
Wann haben Sie sich das letzte Mal für etwas geschämt?
Beim Blick auf den Tabellenstand der Braunschweiger Eintracht.
Haben Sie Vorbilder?
Es gibt Menschen, deren großes Schaffen ich bewundere, weil sie sich von Widerständen nicht zermürben ließen. Dazu zähle ich Nelson Mandela als Vorkämpfer gegen die Unterdrückung der Schwarzen und Rosa Luxemburg, die ihre konsequente Haltung für soziale Gerechtigkeit und das Frauenwahlrecht mit dem Tod bezahlte.
Warum soll man ausgerechnet Sie wählen?
Nur wenn DIE LINKE in den Landtag kommt, kann Wulffs neoliberale Mehrheit verhindert werden. Die Bundespolitik zeigt auch: Je stärker DIE LINKE ist, desto sozialer wird die SPD.
(Anm.: Die KandidatInnen der vier Landtagsparteien haben 22 Fragen erhalten. Mir wurden nur diese 6 vorgelegt. Jede Frage sollte in maximal zwei Sätzen beantwortet werden.)






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