Elternwille für IGS braucht langen Atem
Als Schritt in die richtige Richtung begrüßt die Wolfenbütteler LINKE den Start der sogenannten “Schulbedarfsermittlung”. Victor Perli (Landtag) und Roland Kretschmer (Kreistag) hoffen nun auf eine rege Beteiligung der angeschriebenen Eltern und ein eindeutiges Votum für die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule im Landkreis.
Zwar sei zweifelhaft, so Kretschmer, ob das Kultusministerium das Ergebnis der Befragung in der vorliegenden Form akzeptieren werde. Er traue den Eltern aber einen langen Atem zu und vertraue darauf, dass CDU und FDP im Kreis sich dem erklärten Elternwillen nicht nachhaltig widersetzen würden. Die von der CDU erstrittene zusätzliche Informationsveranstaltung im Raum Cremlingen/Sickte sei eine sinnvolle Ergänzung des Prozesses.
Perli, der sich bei der Schulpolitik mit seinen Wolfenbütteler Landtagskollegen Oesterhelweg (CDU) und Försterling (FDP) auseinanderzusetzen hat, bemerkt: “In Braunschweig und anderen Großstädten haben CDU und FDP längst akzeptiert, dass Eltern und Schüler mehr Gesamtschulen wünschen. Es ist bedauerlich, dass Försterling und Oesterhelweg weiterhin suggerieren, im hiesigen Landkreis sei kein Bedarf vorhanden. Es ist ein offenes Geheimnis, dass zahlreiche Kinder aus dem Landkreis zu jedem Schuljahr nach Braunschweig umgemeldet werden, um die Chance auf einen Platz an einer IGS zu erhalten.”
Die Wolfenbütteler Linken erinnern sich gern daran, dass sie schon bei der Abschaffung der Orientierungsstufe durch die damalige SPD-Landesregierung auf die Straße gingen und Unterschriften für eine IGS sammelten. “Es ist notwendig, dass sich interessierte Eltern und Schüler zusammentun und sich für die Gründung einer IGS engagieren”, so Perli abschließend.






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