DIE LINKE fordert: Atomkonzerne müssen sich angemessen an den Asse-Kosten beteiligen
Dreiviertel der eingelagerten Abfälle durch Kernkraftwerke verursacht
75 Prozent der in der Asse eingelagerten Radioaktivität ist durch Kernkraftwerke verursacht worden, ohne dass sich die Betreiber bislang an den Kosten für die Asse-Sanierung beteiligen müssten. Zu diesem Schluss kommt die Fraktion DIE LINKE im Niedersächsischen Landtag nach Einsicht Studie in eine vom Helmholtz-Zentrum München zur Verfügung gestellte. „Kein Wunder, dass Konzerne wie RWE und E.on die Mär vom billigen Atomstrom verbreiten, wenn sie die Folgekosten nicht tragen müssen“, sagte der umweltpolitische Sprecher der Linksfraktion, Kurt Herzog. Das Bundesforschungsministerium müsse dagegen allein in diesem Jahr 100 Mio. Euro für die Asse ausgeben.
Der Studie zufolge haben die Kraftwerke Obrigheim und Gundremmingen von1975 bis 1977 bestrahlte Brennelemente zur Wiederaufarbeitungsanlage nach Karlsruhe geschickt. Mehr als 25.000 Fässer mit dort aufbereiteten Abfällen wurden anschließend in der Asse eingelagert – mit einer Strahlung von rund 15.000 Curie, was 72 Prozent der Aktivität in der Asse ausmacht. Weitere drei Prozent werden durch kontaminierte Betriebsabfälle aus weiteren AKW verursacht.
Dazu Herzog: „Es kann nicht sein, dass sich die Energiekonzerne am Atomstrom eine goldene Nase verdienen, und die Bürger dann nicht nur auf dem radioaktiven Müll sitzen bleiben, sondern auch noch die Kosten für dessen Entsorgung tragen müssen.“ Auch die Risikoversicherung für Schäden durch Atomenergie werde bekanntlich vom Staat getragen, so Herzog. Es sei Zeit, dass sich die AKW-Betreiber an diesen Kosten endlich angemessen beteiligten.








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