„Christian Wulff entzieht sich Asse-II-Skandal“
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff macht einen Bogen um die Asse, kritisiert die Fraktion DIE LINKE im Landtag. Wulff bereist heute gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhmer, mehrere Orte im Landkreis Wolfenbüttel. Nicht auf dem Besuchsplan der beiden CDU-Politiker steht das Atommülllager Asse II, das seit Monaten mit Negativ-Schlagzeilen im Mittelpunkt der Öffentlichkeit steht. „Wulff will den Skandal um die Asse aussitzen. Das wird noch einmal an seinem heutigen Besuchplan deutlich“, sagte der Wolfenbütteler Abgeordnete der Linksfraktion, Victor Perli, am Rande der Klausur seiner Fraktion in Loccum. „Wulff nimmt im Landkreis Wolfenbüttel Fototermine wahr, entzieht sich jedoch dem Riesenproblem Asse II“.
Den Bürgerinnen und Bürgern der Region bleibe weiter verborgen, wie der Ministerpräsident mit der Gefahr durch die kontaminierten Laugen und der fehlenden Langzeitsicherheit der Asse umgehen will. „Offenbar will Christian Wulff seinen Ruf als ‘Saubermann’ nicht aufs Spiel setzen“, vermutet Perli.
Die Auswertung der Asse-II-Akten im Umweltausschuss zeige jeden Tag aufs Neue, dass so schnell wie möglich ein schlüssiges Konzept zur Vermeidung einer größeren Katastrophe gefunden werden müsse. „Hier steht der Ministerpräsident in besonderer Verantwortung für die Bürgerinnen und Bürger und die nachfolgenden Generationen“, sagt Perli.






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