Museumsstreit: Statt Stratmanns Versteckspiel – DIE LINKE verlangt Machtwort von Wulff

Hannover. Als eine „Kette von Fehlern und Versteckspielen“ hat der kulturpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Landtag, Victor Perli, das bisherige Handeln des Kulturministeriums im sogenannten Museumsstreit bezeichnet. Kulturminister Lutz Stratmann hantiere mit seinen Plänen im Hinterzimmer und entziehe sich weiterhin einer öffentlichen Debatte zur Stärkung der niedersächsischen Museumslandschaft. Es sei bezeichnend, dass in der Öffentlichkeit mehr über das mögliche Führungspersonal und die Besoldungsstufen bekannt sei, als über die geplanten Veränderungen bei der Struktur und den Tätigkeitsfeldern der betroffenen Landesämter und Museen. „Das ist ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten. Deren Befürchtungen sind seit vielen Wochen bekannt und spielen im Ministerium offenbar keine Rolle“, kritisiert Perli.

Es sei an der Zeit, dass sich Ministerpräsident Wulff „einschaltet und unmissverständlich klarstellt, wohin die Reise gehen soll“. Perli wiederholte in diesem Zusammenhang außerdem die Forderung nach einem „Runden Tisch“ zur Zukunft der Museumslandschaft. Teilnehmen sollten daran alle beteiligte Institutionen und Gremien sowie externe Experten. Niedersachsen brauche kein „Mega-Museum“, sondern eine Vielfalt an Angeboten in allen Regionen des Landes, betont Perli.

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