Besuch in Asse II

Am heutigen Montag hat der Umweltausschuss des Niedersächsischen Landtages das Atommülllager Asse II im Landkreis Wolfenbüttel besucht. Mit der Besichtigung war das Ziel verbunden, sich einen Überblick über den aktuellen Stand der Arbeiten und die Situation im Bergwerk zu verschaffen.

Mit einigen Fotos, deren mäßige Qualität ich zu entschuldigen bitte, möchte ich einen kleinen Eindruck aus dem Inneren wiedergeben.

Blick auf die (verschlossene) Einlagerungskammer 12 auf der 750m-Sohle. Davor drei verstrahlte Behälter. Der Bereich ist abgesperrt. An dieser Stelle ist mit Tritium und Cäsium 137 kontaminierte Lösung aufgetreten, die nach den letzten Erkenntnissen aus der Kammer 12 stammt. Nicht im Bild ist ein kontaminierter Tümpel hinten links.

Aus der Salzverfüllung ragen einzelne verschüttete Tonnen hervor, die mit leichtradioaktivem Müll gefüllt sein sollen. Von dieser Sorte wurden 125.000 Tonnen eingelagert. Vielen von ihnen wurden einfach den Abhang herunter “gekippt” und anschließend Salzbeton hinterher gegossen.

Weitere heraus ragende Tonnen, die mit leichtradioaktivem Müll gefüllt sein sollen.

Auf der 490-m-Sohle: Durch diese Öffnung wurden bis Ende der 1970er Jahre Blechtonnen mit mittelradioaktivem Müll in die darunter liegende Kammer abgelassen…

… wozu dieses Gerät diente.

Graphische Darstellung des Vorgangs. Inzwischen gilt als gesichert, dass in diesen Blechtonnen auch Kernbrennstoffe eingelagert wurden.

Unterhalb dieser Planen wurde in drei “Laugespeicherbecken” auf der 490-m-Sohle die zuströmende Salzlauge aufgefangen und nach oben abgepumpt. Für diesen Vorgang liegt zur Zeit keine Genehmigung vor. Nach Angaben der Verantwortlichen im Schacht liegt die Kontamination unterhalb der gesetzlichen Freigrenzen und gilt deshalb als “strahlungsfrei”.

Zur Zeit wird die Lauge vor allem in diesem “Notbecken” auf der 658-m-Sohle aufgenommen. Nach Angaben der Verantwortlichen ist das Becken binnen einer Woche voll.

Das “normale” Laugebecken vor Kammer 3 auf der 658-m-Sohle.

Poröse Wände, von denen es bröckelt. Solche Bilder sieht man an zahlreichen Stellen. In einem Querschlag auf der 553-m-Sohle war das fortwährnde Knacken des Salzgesteins zu hören. An andere Stellen sind durchgebogene Stahlträger, die z.T. bereits mit weiteren Mitteln gestützt werden müssen.

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