Perli stimmt für Asse-Untersuchungsausschuss – die anderen Landtagsabgeordneten aus dem Landkreis lehnen ihn ab

Hannover. Der Wolfenbütteler Landtagsabgeordnete Victor Perli von der Fraktion DIE LINKE hat in der heutigen Landtagssitzung als einziger Abgeordnete aus dem Landkreis für einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Atommülllager Asse gestimmt. Die anderen Wolfenbütteler Abgeordneten Frank Oesterhelweg (CDU), Björn Försterling (FDP) sowie die Sozialdemokraten Marcus Bosse und Dörthe Weddige-Degenhard votierten gegen die Einsetzung eines solchen Ausschusses. „Ich bin enttäuscht darüber, dass ich den U-Ausschuss als einziger aus dem betroffenen Landkreis befürwortet habe“, sagte Perli nach der Abstimmung, die namentlich durchgeführt wurde.

Das Ausmaß an schlechten Nachrichten und skandalösen Fehlern der Asse- Verantwortlichen kenne seit Monaten keine Grenzen. „Um die Vorgänge in der Asse vollständig aufzuklären und Lehren für die Zukunft zu ziehen, wäre ein Untersuchungsausschuss dringend notwendig gewesen“, sagte Perli. „Das wäre vor allem im Interesse der in unserem Landkreis lebenden Menschen gewesen. Wir Wolfenbütteler sind schließlich Teil eines gescheiterten Experiments – des Experiments Endlager- Forschung in einem Salzbergwerk“, sagte Perli. Er verwies darauf, dass zahlreiche Menschen aus der Region ihn im Vorfeld in Briefen und Anrufen darum gebeten hätten, für die Einsetzung eines Untersuchungsaus- schusses zu stimmen.

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