Reservisten zu Gast im Landtag

aus: Schaumburger Nachrichten

Trotz EU-Vorgaben und Entscheidungen des Bundestages hat auch der Landtag in Hannover weiterhin eine tragende Bedeutung. Dies ergibt sich allein schon aus der Tatsache, dass die Niedersächsischen Abgeordneten im Leineschloss über einen Haushalt in Höhe von 25 Milliarden Euro verfügen können. Interessant genug für die „Senioren“ der Kreisgruppe Weserbergland, dem „Hohen Haus“ einen Besuch abzustatten. Friedlich und nach Anmeldung durch den Seniorenbeauftragten Werner Wöhler versteht sich, nicht wie militante Jungendliche, die das Haus im vergangenen Jahr ohne Genehmigung zu betreten versuchten.

Die Abgeordneten Otto Deppmeyer (CDU), Ursula Helmhold (Grüne) und Victor Perli (Linke) stellten sich den Fragen der Gruppe. Ohne großes Geplänkel ging es sofort zur Sache. Wobei sich wieder einmal deutlich herausschälte, dass das Geschehen vor der eigenen Haustür am meisten interessiert, besonders natürlich dann, wenn man selbst davon betroffen ist. Von Desinteresse war nichts zu spüren. Die Abgeordneten registrierten es mit Genugtuung.

Von der Legislative zur Exekutive ist kein weiter Weg. Das Polizeimuseum in Hannover-Ricklingen ermöglichte bisher unbekannte Einblicke in über 100 Jahre Geschichte der inneren Sicherheit. Dessen Leiter, Polizeihauptkommissar Haase, führte kompetent und engagiert durch die Ausstellung, um dann auch stolz seine oftmals selbst beschafften und mit Liebe gesammelten Exponate vorzustellen. Womit sich der Kreis zur Politik wieder schließt. Der Zutritt ist dort unter der Woche auch für Einzelpersonen nach Vereinbarung möglich und lohnt auf jeden Fall. „Gediegen, gepflegt, ausgesucht und stilvoll“, so die Aussage von Landesschriftführer Herbert Biecker, der als Gast an dieser Exkursion unter Leitung von Christian Günther teilnahm. Von den Teilnehmern vermisst wurde Werner Wöhler, der kurzfristig wegen Krankheit absagen musste.

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