Höhere Stipendiatenquote macht Gebührenmodell nicht gerechter – Perli fordert Gebührenfreiheit für alle statt Stipendien für wenige
Hannover. Die Linksfraktion im Niedersächsischen Landtag hat die Ankündigung der Landesregierung, die Stipendiatenquote unter den Studierenden zu erhöhen, als unsinnige Alibimaßnahme kritisiert. Der hochschulpolitische Sprecher der LINKEN, Victor Perli, sagte: „Von den zusätzlichen Stipendien werden nur wenige Studierende profitieren – die Chance auf Förderung bleibt also gering und die Antragssteller werden zu Almosenempfängern degradiert, die auf die Gnade von Staat und Wirtschaft angewiesen sind.“ Zudem beseitigten Stipendien keineswegs die soziale Schieflage an den Universitäten; ärmere Studierende profitierten von ihnen schon jetzt nur unterdurchschnittlich.
Statt also zusätzliches Geld in Stipendien zu investieren, die nur Wenigen nutzten, müsse das Land die Studiengebühren abschaffen und den Hochschulen die wegfallenden Mittel aus dem Landeshaushalt erstatten, forderte Perli. „Selbst schwarz-gelb in Hessen hat sich inzwischen zu einem gebührenfreien Studium bekannt. Nur Wulff und Stratmann klammern sich immer noch an ein politisch längst gescheitertes Projekt.“






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