56,91 Prozent – Überzeugendes Signal für IGS in Wolfenbüttel
Wie die Wolfenbütteler Zeitung morgen meldet, haben sich bei der Elternbefragung des Landkreises 56,91 Prozent der Teilnehmenden für die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule zum Schuljahr 2010/2011 in Wolfenbüttel ausgesprochen. Dabei handelt es sich – landesweit einzigartig – bereits um die zweite Umfrage, die vom Kreistag in Auftrag gegeben wurde, bei der sich eine absolute Mehrheit der Teilnehmer für die Einrichtung einer IGS ausgesprochen hat.
Mit Genugtuung hat die Wolfenbütteler LINKE das Ergebnis der neuerlichen Elternbefragung zum IGS-Bedarf im Landkreis zur Kenntnis genommen. Roland Kretschmer, für DIE LINKE im Kreistag: „Es ist überaus erfreulich, dass Interesse und Engagement der Eltern unter der Wiederholung der Befragung nicht gelitten haben.“ Schade sei allerdings, dass durch das langwierige Verfahren im Kreistag ein Schuljahr verschenkt wurde, nur um zusätzlich ein paar Stimmen aus dem bürgerlichen Lager für das Projekt zu gewinnen, ergänzt er rückblickend.
Als „überzeugendes Signal für die Einrichtung einer IGS in Wolfenbüttel zum Schuljahr 2010/2011“ wertet Victor Perli, Landtagsabgeordneter der LINKEN, das Ergebnis. Es zeige sich zudem, dass der Versuch der schwarz-gelben Landesregierung, die Eltern durch eine Debatte über das „Turbo-Abitur“ an Gesamtschulen zu verwirren und zu demotivieren, nicht gefruchtet habe. „Politik und Verwaltung in Stadt und Landkreis haben jetzt den Auftrag, den Elternwillen ohne weitere Verzögerung umzusetzen und das Schulangebot in Wolfenbüttel um eine qualitativ hochwertig ausgestattete Integrierte Gesamtschule zu ergänzen.“
„Dieses eindeutige Votum der Eltern für die IGS sollte auch ein Zeichen für die Stadt Wolfenbüttel sein, die gerade beschlossene Gymnasialstrategie zu überarbeiten“, fügt das Stadtratsmitglied der LINKEN Jürgen Hartmann hinzu. „Durch zusätzliche Gesamtschüler aus dem Landkreis, denen der IGS-Besuch in Braunschweig, Helmstedt und Schöningen verweigert wird, ist eine Erweiterung des Beförderungsangebotes zu einem optimal auszuwählenden IGS-Standort notwendig.“ Wegen der zukünftig abnehmenden Belegung von Haupt- und Realschulen sollten diese in eine gemeinsame Schulstrategie der Stadt aufgenommen werden.








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