Erhöhung der Stundenlöhne für studentische Hilfskräfte ist unzureichend – Niedersachsen soll sich ein Beispiel an Berlin nehmen
Hannover. Victor Perli, hochschulpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Landtag, hat die Erhöhung der Stundenlöhne für studentische Hilfskräfte an den niedersächsischen Hochschulen als Tropfen auf den heißen Stein bezeichnet. Die Anhebung, die am 1. Mai in Kraft getreten ist, falle so gering aus, dass die Beschäftigten weiterhin einen deutlichen Reallohnverlust hinnehmen müssten: Seit der letzten Lohnerhöhung vor 16 Jahren habe es nur Null- oder sogar Minusrunden gegeben. Perli forderte eine weitere, diesmal kräftige Erhöhung der Vergütungssätze: „Das Lohnplus müsste statt rund drei Prozent etwa 25 Prozent betragen“. Nur so hätte der Reallohnverlust der vergangenen Jahre ausgeglichen werden können.
Die folgende Dokument veranschauliche dies deutlich: pdf
Die Studierenden an Fachhochschulen seien die einzigen Gewinner dieser Lohn-Anpassung, da sie ab sofort ihren Kommilitonen an Universitäten gleichgestellt seien und damit 7,98 Euro statt wie bisher 5,37 Euro erhielten. „Mit dieser längst überfälligen Anpassung ist die Landesregierung unser Forderung nachgekommen“, sagte Perli. Leider sei die Anhebung insgesamt unzureichend. Perli verwies auf das Bundesland Berlin, wo es einen Tarifvertrag für studentische Hilfskräfte gebe. Die Beschäftigten erhielten dort einen Stundenlohn in Höhe von 10,98 Euro. Perli forderte, dass sich Niedersachsen ein Beispiel an Berlin nehmen solle. Als positives Zeichen wertete Perli, dass sich die Arbeitgeber und die Arbeitnehmer in der jüngsten Tarifrunde des öffentlichen Dienstes darauf geeinigt hätten, Gespräche über die Einbindung der Hilfskräfte in den Tarifvertrag der Länder aufzunehmen „Das ist ein erster kleiner Schritt, um ihre Situation mittelfristig verbessern zu können“, sagte Perli.






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