Forsa-Umfrage zeigt, dass die Bevölkerung die Atomenergie ablehnt – Asse-Desaster hinterlässt Spuren
Hannover. Die Fraktion DIE LINKE im Landtag hat die Landesregierung aufgefordert, die Ergebnisse der jüngsten Forsa-Umfrage zur Atomenergie zur Grundlage ihres politischen Handelns zu machen. In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts hatten 66 Prozent der befragten Bürgerinnen und Bürger den Atomausstieg befürwortet. „CDU und FDP beschwören immer wieder die Renaissance der Atomenergie, doch die Umfrage hat gezeigt, dass die Bevölkerung mit überwältigender Mehrheit den Ausstieg will“, sagte Kurt Herzog, umweltpolitischer Sprecher der Linksfraktion. Die gesunkene Akzeptanz von Atomenergie sei auch auf das Desaster im Atommülllager Asse zurückzuführen. „Glücklicherweise gibt es mit dem Untersuchungsausschuss jetzt die Hoffnung, die Vorgänge in der Asse aufzuklären“, sagte Herzog. Die Störfälle in den seit zwei Jahren stillliegenden Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel sowie die Ergebnisse der KiKK-Studie mit festgestellten höheren Kinderkrebsraten in der Umgebung von Kernkraftwerken hätten die Menschen zusätzlich beunruhigt.
Laut der Umfrage wollen auch mehr Menschen als im Jahr 2006, nämlich 35 Prozent der Befragten, den Ausstieg sogar beschleunigen. Herzog bewertete dieses Ergebnis als „klare Richtungsvorgabe“: „Verglichen mit der gleichen Umfrage aus dem Jahr 2006 ist damit die Ablehnung der Atomenergie sogar nochmals gestiegen“, sagte Herzog. Besonders beeindruckend sei, dass eine knappe Mehrheit der Anhänger von CDU/CSU für den Ausstieg aus der Atomenergie votiert habe, 18 Prozent sogar für eine schnellere Beendigung. Lediglich die Wähler der FDP hätten mit knapper Mehrheit für den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke gestimmt.






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