DIE LINKE zur Gesundheitsüberprüfung der Asse-Mitarbeiter: Transportwege müssen berücksichtigt werden
Hannover. Das Vorhaben des Bundesamtes für Strahlenschutz, die Gesundheit der Beschäftigten des Atommülllagers Asse systematisch zu überprüfen, hat Kurt Herzog, der umweltpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Landtag, als ersten Schritt in die richtige Richtung bezeichnet. „Die Auswertung aller verfügbaren Messungen, Dokumentationen und Befragungen ist überfällig: Nur so lässt sich seriös ermitteln, ob die Krebserkrankungen von Mitarbeitern auf ihre berufliche Strahlenbelastung zurückzuführen sind“, sagte Herzog. Gleichzeitig könne so festgestellt werden, ob es noch mehr Krebs-Fälle bei ehemaligen und derzeitigen Mitarbeitern gebe.
Doch man dürfe nicht nur die Mitarbeiter der Asse überprüfen: Herzog forderte das Bundesamt für Strahlenschutz auf, auch die Transportwege des Asse-Atommülls zu berücksichtigen. Er verwies auf Aussagen eines ehemaligen Rangiermeisters des Braunschweiger Bahnhofs, der kritisiert habe, wie fahrlässig mit dem Strahlenschutz umgegangen worden sei. Der Rangiermeister hatte nach eigenen Angaben selbstständig mit Hilfe eines Dosimeters gemessen. Dies habe ergeben, dass lediglich ein Wochenende Kontakt mit der radioaktiven Fracht ausgereicht habe, die zulässige Jahres-Strahlendosis abzubekommen. „Diesen Hinweisen müssen das Bundesamt und die Staatsanwaltschaft unbedingt nachgehen“, sagte Herzog.
Herzog erinnerte noch einmal an den Maßnahmenkatalog in den vom niedersächsischen Umweltministerium erstellten Asse-Statusberichten: Dieser habe bereits die eklatanten Schwächen und Lücken der gesundheitlichen Überwachung beim Betrieb der Asse offenbart.






Pinnwand - Schreib Deine Meinung