Verschwendung von Studiengebühren: Rückzahlung ist die einzig sinnvolle Ausgabe

Hannover. DIE LINKE im Landtag hat ihre Forderung nach einer Rückzahlung der Studiengebühren bekräftigt. Die Studiengebühren häuften sich auf den Konten der Hochschulen an und würden für äußerst fragwürdige Zwecke wie Rennboote ausgegeben. Der hochschulpolitische Sprecher der Linksfraktion, Victor Perli, sagte: „Die einzig sinnvolle Verwendung der Studiengebühren ist eine Rückzahlung an die Studierenden in Form von Bücherstipendien oder der Übernahme des Semestertickets.“ Solche Stipendien an die Studierenden seien rechtlich möglich und allemal besser als Ausgaben für Rennboote oder Edelstahlgrills. „Die Hochschulen hatten zum Jahresende 76 Millionen Euro an Gebührengeldern auf der hohen Kante. Wenn davon jetzt solche Dinge gekauft werden, um den Gebührenberg abzubauen, kann man nur den Kopf schütteln“, so Perli.

Er erinnerte daran, dass die Studiengebühren mit dem Ziel eingeführt worden seien, die Lehre an den Hochschulen zu verbessern. Da dieses Vorhaben offenkundig gescheitert sei, forderte Perli die Hochschulen auf, als ersten Schritt die Gebühren an die Studierenden in Form von Stipendien zurückzuzahlen. Danach müssten die Gebühren abgeschafft und das fehlende Geld im Landeshaushalt ersetzt werden. Perli verwies erneut auf die Auswirkungen von Studiengebühren: „Studiengebühren selektieren: Sie schrecken gerade ärmere Abiturienten von einem Studium ab. Die jüngste Studie des Hochschul-Informations-Systems hat nachgewiesen, dass 18.000 Schulabgänger wegen der Gebühren von der Aufnahme eines Studiums abgesehen haben. Deswegen müssen die Gebühren weg“, sagte Perli.

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