Brand in der Asse im Jahr 2007 wirft Fragen auf
Hannover. Nach Ansicht der Fraktion DIE LINKE im Landtag ist es fraglich, ob die Sicherheitsvorkehrungen im Atommülllager Asse ausreichend sind. Wie jetzt bekannt wurde, gab es im Jahr 2007 einen Brand, bei dem das komplette Bergwerk evakuiert werden musste. Auslöser ist nach Auskunft des Betreibers ein Kabelbrand gewesen. „Dieser Vorfall ist beunruhigend: Er wirft die Frage auf, ob der notwendige Brand- und Explosionsschutz in der Asse gewährleistet ist“, sagte Kurt Herzog, umweltpolitischer Sprecher der Linksfraktion.
Herzog verwies auf eine Studie über die Sicherheitsvorkehrungen in der Asse aus dem Jahr 1966, die der damalige Betreiber in Auftrag gegeben hatte. Demnach seien kleinere Explosionen aufgrund der von der Bergbaubehörde vorgegebenen Sicherheitsrichtlinien unwahrscheinlich, Gefahr gehe jedoch vom Sprengstoffmagazin und von den Dieselfahrzeugen aus. Herzog erinnerte daran, dass sich auf der 750-Meter-Sohle der Asse ein Sprengstofflager befindet – lediglich 70 Meter von der nächsten Atommüllkammer entfernt, in der mehr als 30.000 Fässer lagern. „Wir erwarten vom neuen Betreiber, dem Bundesamt für Strahlenschutz, dass diese beunruhigenden Tatsachen offen behandelt werden und der notwendige Schutz für die Beschäftigen sichergestellt wird“, sagte Herzog. Außerdem müsse schnell geklärt werden, ob es weitere Störfälle gegeben hat.






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