“Mittel nach Gutsherrenart verteilt”
Presseecho, aus der Wolfenbütteler Zeitung vom 4. Juli 2009:
“Mittel nach Gutsherrenart verteilt”
Kritik und Verständnis für Entscheidung des Innenministeriums, Remlinger Turnhalle nicht zu bezuschussen
REMLINGEN. “Bei der Entscheidung über die Förderung von Sporthallen werden insbesondere das Alter und die Verbesserung des energetischen Zustandes der Sportanlage sowie eine regional ausgewogene Verteilung der Mittel berücksichtigt.” So lauten laut Innenministerium die Kriterien für die Vergabe von Zuschüssen für Sporthallen-Sanierungen aus dem 40-Millionen-Euro-Sondertopf des Landes.
Auf diesen Topf hatte auch die Samtgemeinde Asse gesetzt, die dringend die Turnhalle Remlingen (Baujahr 1970) sanieren muss (wir berichteten). Dabei würden nicht nur die Schäden beseitigt, sondern es käme auch noch zu Energieeinsparungen von bis zu 8000 Euro jährlich, hatte die Verwaltung ausgerechnet. Die benötigten 329 000 Euro wurden der Samtgemeinde jedoch verwehrt, da nur Sporthallen bis zum Entstehungsjahr 1965 berücksichtigt wurden.
Diese Entscheidung des Innenministeriums kritisierten nicht nur die Spitzenpolitiker in der Samtgemeinde Asse, sondern auch der örtliche Landtagsabgeordnete Victor Perli (Linke): “Innenminister Schünemann verteilt das Geld bei der Bewilligung neuer Sportstätten nach Gutsherrenart: In seinem Wahlbereich und in CDU-Hochburgen wie Vechta werden großzügig Turnhallen bezuschusst, doch der Landkreis Wolfenbüttel profitiert kaum, und die Samtgemeinde Asse geht leer aus.” Dabei sei die Situation in der Asse wegen der schwierigen Haushaltslage der Samtgemeinde besonders dramatisch. (…) Ebenso wie Perli will auch Marcus Bosse (SPD) eine Anfrage an die Landesregierung stellen (…).






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