DIE LINKE zur Eröffnung der Landesmusikakademie: Landesregierung muss musikalische Bildung stärker fördern

Hannover/Wolfenbüttel. Anlässlich der heutigen Eröffnung der Landesmusikakademie in Wolfenbüttel hat der kulturpolitische Sprecher der Faktion DIE LINKE im Landtag, Victor Perli, die Landesregierung aufgefordert, die musikalische Bildung stärker zu fördern. „Trotz aller Freude ist der heutige Tag kein Anlass für Hochmut. Mit der Akademie-Eröffnung holt Niedersachsen lediglich einen längst überfälligen Schritt nach und richtet als vorletztes Bundesland eine solche Einrichtung ein“, sagte Perli. Die Landesregierung müsse die Eröffnung zum Anlass nehmen, um die musikalische Bildung auch für jene Kinder und Jugendliche interessant zu machen, die nicht schon in der Familie mit Musikinstrumenten aufwachsen. Die Landesmusikakademie mit dem Jugendgästehaus biete hervorragende Voraussetzungen und solle deshalb nicht nur der Spitzenförderung dienen.

Außerdem müsste durch ein ausgeweitetes Angebot gezielt der Nachwuchs von Migranten für das Musizieren geworben werden. Perli verwies auf eine jüngst veröffentlichte Studie zur besonderen Bedeutung der musikalischen Früherziehung, wonach lediglich sechs Prozent der Teilnehmer Kinder mit Migrationshintergrund seien. Perli kritisierte ferner, das Landesprogramm „Wir machen Musik“ sei unterfinanziert. „Das Land übernimmt lediglich 50 Prozent der Kosten für die neuen Projekte. Woher der Rest kommt, muss vor Ort entschieden werden.“ Damit seien die ohnehin klammen Kommunen wieder einmal im Nachteil, kritisierte der LINKEN-Landtagsabgeordnete. Er forderte die Landesregierung auf, den Musikunterrichts-Zuschuss in Höhe von 800 Euro pro Jahreswochenstunde zu verdoppeln. „So kann man die Musikpädagogen besser bezahlen und alle Kommunen können am Förderprogramm teilnehmen“, so Perli.

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