Minister Stratmanns „Bologna Initiative“ – Erkenntnis oder bloß Wahlkampf?
Ist es der Bundestags-Wahlkampf oder ein echter Erkenntnisgewinn, den Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) in der vergangenen Woche präsentiert hat? Noch im Februar dieses Jahres erklärte Stratmann, dass die Altersgrenze beim BAföG angemessen sei, und er keinen Anlass sehe, daran zu rütteln, dass die BAföG-Antragssteller jünger als 30 Jahre sein müssen. (Quelle: Antwort zu Frage 38 in der Drucksache 16/885, S. 32)
In seiner jüngsten „Bologna-Initiative“[1] können wir nun lesen, dass „die altersbezogene Fördergrenze beim BAföG auf 35 Jahre anzuheben“ ist. Wenn das so weiter geht, übernimmt er vielleicht nach weiteren sechs Monaten die Forderung der LINKEN, die Altersgrenze komplett abzuschaffen. Alle Welt redet vom Lebenslangen Lernen – da ist diese Altersgrenze absolut anachronistisch. Wenn ein Berufstätiger erst mit 40 Jahren ein Studium aufnehmen will und vorher kein BAföG bekommen hat – warum soll er gegenüber 20-jährigen diskriminiert werden? DIE LINKE wird weiter daran arbeiten, Minister Stratmann und seine ParteikollegInnen von dieser Ansicht zu überzeugen.






Pinnwand - Schreib Deine Meinung