Landesregierung darf Landesmusikakademie nicht weiter vernachlässigen – Perli fordert mehr Personal und eine bessere Infrastruktur
Wolfenbüttel. DIE LINKE im Niedersächsischen Landtag hat die Personalausstattung der Landesmusikakademie in Wolfenbüttel als zu gering kritisiert. In den ersten Tagen seit der Öffnung der Akademie wurden nach Angaben des Landesmusikrates mehrere wertvolle Gegenstände wie Mikrofone und Laptops gestohlen; die Hausleitung führt dies auf mangelndes Personal zurück. Der Wolfenbütteler LINKEN-Abgeordnete und kulturpolitische Sprecher seiner Fraktion, Victor Perli, sagte: „Dass die Landesmusikakademie ein offenes Haus für alle Musik-Interessierten ist, begrüße ich ausdrücklich. Es darf aber nicht so weit gehen, dass das Haus zum Diebstahl einlädt.“
Perli teilt die Einschätzung, dass die Diebstähle auf Personalmangel zurückzuführen sind, und fordert die Landesregierung deshalb auf unverzüglich einen Hausmeister für das Gebäude zu finanzieren. „Damit wären wir schon ein gutes Stück weiter“, so der Abgeordnete. Zudem benötige die Akademie endlich eine funktionierende Infrastruktur inklusive Telefon- und Internetanbindung. Diese ist laut Perli auch nach sechs Wochen Betrieb noch nicht gegeben: „Mit einer prunkvollen Eröffnung der Landesmusikakademie entsteht noch kein ‚Musikland Niedersachsen‘ – das Land muss seine kulturelle Verantwortung wahrnehmen und für die Folgekosten aufkommen.“
Zum Hintergrund: Die Landesmusikakademie in Wolfenbüttel wurde am 8. August eröffnet. Sie dient der Förderung von Laienmusikern und beherbergt unter anderem Probe- und Aufnahmeräume für die Niedersächsischen Jugendorchester.






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