Lernbedingungen an Hochschulen weiterhin katastrophal
Hannover. Anlässlich des Hochschulpolitischen Kongresses der Landesregierung, der heute unter dem Motto „Offene Hochschule – Für das Leben lernen“ in Hannover stattfindet, hat die DIE LINKE im Landtag die bildungspolitischen Konzepte der Landesregierung kritisiert. Der hochschulpolitische Sprecher der Fraktion, Victor Perli, erklärte am Rande der Konferenz: „Die weitere Öffnung der Hochschulen für Berufstätige ist ein notwendiger Schritt. Er reicht jedoch bei Weitem nicht aus, solange die Lehr- und Lernbedingungen an unseren Hochschulen weiterhin so katastrophal bleiben.“ Perli forderte eine bessere Ausstattung der Hochschulen und einen massiven Ausbau der Beratungs- und Unterstützungsangebote für die Studierenden. „Es muss mehr Geld für die Öffnung der Hochschulen zur Verfügung gestellt werden“, betonte Perli.
Der LINKEN-Abgeordnete kritisierte, dass sich die soziale Spaltung der Gesellschaft, die bereits in der Schule beginne, an den Hochschulen fortsetze. Diese soziale Schieflage sei eine Folge des gegliederten Schulsystems in Niedersachsen. „Nur vier Prozent der Gymnasiasten kommen aus Hartz-IV-Familien, an Hauptschulen sind es 28 Prozent und an Förderschulen sogar 44 Prozent. „Wenn wir also wirklich die Akademikerquote in Niedersachsen erhöhen wollen, müssen wir endlich eine gemeinsame Schule für alle Kinder einführen. Nur so bekommen alle Kinder und Jugendlichen unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern die Chance, das Abitur zu machen“, sagte Perli.
Perli kritisierte außerdem, dass keine Studierenden als Referenten zu dem heutigen Kongress eingeladen waren. Deshalb sei es gut gewesen, dass sie mit einer Protestaktion auf sich aufmerksam gemacht haben. Die Linksfraktion unterstützt auch die für die kommende Woche geplanten Protestaktionen an Niedersachsens Hochschulen.






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