Stratmann muss Studierende endlich ernstnehmen – Studierendenvertretungen brauchen bei allen Fragen der Lehre verbindliche Mitbestimmungsrechte
Hannover. DIE LINKE im Landtag unterstützt die heutige Demonstration von Studierenden in Hannover. Die Studentinnen und Studenten protestieren dagegen, dass keine studentischen Vertreter in die Arbeitsgruppe zur Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses einbezogen werden. Der hochschulpolitische Sprecher der Linksfraktion, Victor Perli, der an den Protesten teilnahm, erklärte dazu: „Die Studierenden verlangen zu Recht, dass sie mit ins Boot geholt werden: Sie sind schließlich Experten in der Lehre.“ Er erinnerte daran, dass Wissenschaftsminister Lutz Stratmann in der Aktuellen Stunde des Landtags am 24. November zugesichert hatte, die Studierenden an den Gesprächen zu beteiligen. Perli forderte die Verantwortlichen an den Hochschulen und im Ministerium auf, die Studierenden nicht nur in Reden zu unterstützen, sondern auch entsprechend zu handeln. „Wenn der Minister die Studierenden weiterhin von den wichtigen Gesprächen ausschließt und die Hochschulleitungen mit Räumungen drohen, hilft das nicht bei der Verbesserung der Lehre.“
Perli verlangte, dass sich alle Beteiligten auf Augenhöhe begegnen sollten und niemand bedroht werden dürfe. Es reiche nicht aus, Studierende nur anzuhören. Nötig seien verbindliche und substantielle Mitspracherechte. Perli unterstrich, dass die inhaltlichen Forderungen der Studierenden richtig seien. „Abschaffung von Studiengebühren, freier Zugang zum Master, mehr Demokratie an den Hochschulen – diesen Forderungskatalog kann ich nur unterstützen“, sagte Perli. Die Linksfraktion hat diese Forderungen in den vergangenen eineinhalb Jahren ins Parlament eingebracht und stieß dabei auf Ablehnung der anderen Fraktionen. „Ich hoffe, dass der studentische Protest mehr bewegen kann als wir allein“, sagte Perli.






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