DIE LINKE kritisiert Entwurf zum neuen Hochschulgesetz – Perli: „NHG- Novelle ignoriert die dringendsten Bedürfnisse“
Hannover. DIE LINKE im Landtag hat die vom Kabinett beschlossene Novelle des Niedersächsischen Hochschulgesetzes (NHG) als unzureichend und an der Realität vorbei kritisiert. Der hochschulpolitische Sprecher der Fraktion, Victor Perli, sagte: „Wir hatten in diesem Semester landesweit Proteste für eine bessere Lehre, bessere Perspektiven und bessere Mitsprachemöglichkeiten. Und was hat Wissenschaftsminister Stratmann gemacht? Nichts für die Lehre, keine Perspektiven verbessert und die Demokratie an den Hochschulen geschwächt. Das neue NHG geht an den Bedürfnissen völlig vorbei“.
Perli forderte, sämtliche Hürden beim Übergang vom Bachelor- zum Masterstudium zu streichen und allen Studierenden einen Abschluss auf Master-Niveau zu ermöglichen. „Das war und ist eine zentrale Forderung aus dem Bildungsstreik und hat von vielen Seiten Zuspruch erfahren“. Hochschulrektoren seien ebenso für einen freien Zugang zum Masterstudium wie Bundesbildungsministerin Annette Schavan.
„Stratmann nimmt die Proteste offenkundig nicht ernst“, urteilte Perli und erinnerte in diesem Zusammenhang an die hochschulpolitischen Forderungen der LINKEN: „Wir brauchen mehr Demokratie an unseren Hochschulen, weniger Druck auf die Studierenden und die Streichung der Studiengebühren. All dies leistet die NHG-Novelle nicht. Sie wird daher die Probleme an den Universitäten und Fachhochschulen nicht lösen, sondern weiter verschärfen“.






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