Den Atommüll aus der Asse zurückzuholen, ist die beste der schlechten Schließungsoptionen
Hannover. DIE LINKE im Landtag sieht die einzige vertretbare Lösung für das Asse-Problem darin, den Atommüll wieder aus dem Bergwerk herauszuholen. „Der Salzstock ist generell zu anfällig für Wassereinbrüche, als dass man den Müll in tiefere Schichten umlagern könnte“, sagte der umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Kurt Herzog.
Auch der sogenannten Verfüllungsoption, bei der große Teile des Bergwerks geflutet werden, erteilte Herzog eine Absage: „Für diese Option konnten die Gutachter schon bei der Vorstellung der Konzepte im vergangenen Herbst keine Langzeitsicherheit gewährleisten“. In diesem Zusammenhang wies Herzog auf die Ergebnisse der sogenannten „Langzeitauslaugversuche“ in der Asse hin, wie sie aus den Auswertungsunterlagen des Forschungszentrums Karlsruhe von 2001 hervorgehen: „Bei den Experimenten wurden originalgroße Gebinde mit zementierten Abfällen über 20 Jahre lang Salzlauge und Wasser ausgesetzt. Das Radionuklid Cäsium z.B. wurde dabei zu über 50 Prozent freigesetzt – und nach den Erfordernissen der Langzeitsicherheit sind zwei Jahrzehnte ein geradezu lächerlich kurzer Zeitraum.“
Wenn Verfüllung und Verlegung nicht infrage kommen, bleibe nur noch die Option übrig, den Atommüll zurückzuholen. „Das wird keine leichte Aufgabe, und wir werden darauf achten, dass dabei auch weiterhin alle wesentlichen Entscheidungen transparent für die und gemeinsam mit der Öffentlichkeit getroffen werden.“







Pinnwand - Schreib Deine Meinung