Zulassungschaos an den Hochschulen nicht tragbar – Nachrückern müssen die Studiengebühren erlassen werden
Hannover. Die Linksfraktion im Landtag hat das Zulassungschaos an Niedersachsens Hochschulen kritisiert. Wie die Landesregierung heute im Wissenschaftsausschuss auf Antrag der Linken mitteilte, seien vier Wochen nach Semesterbeginn immer noch gut 2000 Studienplätze unbesetzt. „Die Landesregierung schaut diesem Chaos zu. Die Nachfrage ist vorhanden, die Studienplätze müssen schneller vergeben werden“, sagte der hochschulpolitische Sprecher der Linksfraktion, Victor Perli. Er forderte, Nachrückern die Studiengebühren für das erste Semester zu erlassen. Zudem müsse es ein bundesweit abgestimmtes Zulassungsverfahren geben, an denen alle Hochschulen teilnehmen. Häufig könnten die Hochschulen ihre Plätze erst nach mehreren Nachrücker-Runden besetzen, wodurch der Immatrikulations-Vorgang des Wintersemesters bis Dezember gedauert habe.
Verursacht werde die Verzögerung, weil jede Hochschule ein eigenes Zulassungsverfahren habe und die Studienbewerber sich an mehreren Hochschulen bewerben. Die Notenbesten somit erhielten auch von mehreren Hochschulen eine Zulassung. „Es ist ein Skandal, was hier passiert. Die Nachrücker bekommen mitten im Vorlesungsbetrieb ihre Zusage und müssen hektisch eine Wohnung suchen, ihren Umzug organisieren und sich an der Hochschule zurechtfinden“, sagte Perli. Der neue Staatsvertrag, der im Wissenschaftsausschuss des Landtags beraten wurde, ist nach Ansicht von Perli kein großer Fortschritt. „Die Teilnahme der Hochschule ist nicht bindend, obwohl damit das gesamte System steht oder fällt“, sagte Perli.








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