Hannover. In der heutigen Sitzung des Asse-Untersuchungsausschusses ist nach Ansicht des umweltpolitischen Sprechers der Fraktion DIE LINKE, Kurt Herzog, noch einmal deutlich geworden, dass das Umweltministerium und das Landesbergamt keine geeignete Aufsicht für die Asse waren. Der ehemalige Referatsleiter im Umweltministerium, Dr. Besenecker, hat heute erklärt, er hätte die vage Hoffnung gehabt, dass sich die Laugenzuflüsse in die Asse von selbst verringern. Außerdem habe er von einer radioaktiven Kontamination der Lauge nichts gewusst. „Das ist bemerkenswert, denn es hat unzählige Asse-Besuche, Fach- und Statusgespräche mit dem Betreiber der Asse, den Ministerien und den Bergbehörden gegeben“, sagte Herzog. Daran werde klar, dass Besenecker und sein Ministerium ihre Aufsichtsfunktion offensichtlich in keiner Weise fachgerecht ausgeübt haben. „Auch die Tatsache, dass der Laugenzufluss nicht, wie vom Betreiber lange Zeit gebetsmühlenartig beschworen, aus einer isolierten Urlaugen-Linse stammte, sondern seinen Ursprung im Nebengebirge hatte, habe er zwar gewusst, konnte sich aber an entsprechende Diskussionen nicht mehr erinnern. Auch das ist bemerkenswert“, so Herzog.
Tags: ASSE II, Pressemitteilung by André
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