Victor Perli kritisiert Diätenerhöhung – „Wasser predigen und selber Wein trinken – Das ist die Devise“
Scharfe Kritik äußerte der Wolfenbütteler Landtagsabgeordnete Victor Perli (DIE LINKE.) am Ergebnis der Abstimmung zur Diätenerhöhung für Landtagsabgeordnete. Die Abgeordneten von CDU, SPD und FDP – darunter auch die Kollegen aus dem Landkreis Wolfenbüttel – haben die Erhöhung der Bezüge in einem Doppelbeschluss durchgesetzt. Man könne ja nur noch mit dem Kopf schütteln, so Perli. „Während die Lasten der Finanz- und Haushaltskrise den Bürgern und vor allem den sozial Schwachen aufgebürdet werden, belohnen sich die politisch Verantwortlichen selber, indem sie sich ihre eigenen Bezüge mit öffentlichen Mitteln aufbessern“, erklärte der Landtagsabgeordnete. Auch sehe er einen Schaden für die Glaubwürdigkeit der gesamten Politik. Wenn Menschen in diesem Land das Vertrauen in die Demokratie verlieren würden, wie es stetig sinkende Wahlbeteiligungen zeigen, dann genau wegen solchen Zuständen. „Diese Politik ist an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten. Wasser predigen und selber Wein trinken – Das ist die Devise“, so Perli. Perli kündigte an die Diätenerhöhung, die er aufgrund der Gesetzeslage annehmen müsse, für soziale und ökologische Projekte im Landkreis Wolfenbüttel zu spenden. Dies habe er bereits mit der letzten Erhöhung so gehandhabt. Seitdem seien 900 Euro pro Jahr an Vereine und Initiativen gespendet worden.






lieber viktor,
ich teile Deine meinung nicht ganz.
ich beginne mit meiner arbeit (werkzeugmacher/brv) um 6 uhr und gehe um 13:45 nach hause und mache mir einen netten tag. dafür bekam ich 3200 euro, 30 tage urlaub und jedes jahr eine entgelterhöhung zische 1,5 und 4%.
nun sei realistisch, das was abgeordnete täglich, auch am we,leisten und dafür bekommen, ist doch kein vermögen. und da meckere ich über diese moderate erhöhung der diäten nicht.
jeder scheiß geschäftsführer einer 400 mann/fraubude bekommt doch mehr als der/die kanzer/in.
Hallo Thomas,
ich kritisiere ja nicht, dass Politiker überbezahlt sind. Sie verdienen gutes Geld, haben dafür aber auch sehr viel zu tun, oft bis spät abends und auch am Wochenende. Das ist klar. Die Kritik richtet sich aber gegen den Zeitpunkt und die Höhe der Diätenerhöhung. Das halte ich zur Zeit nicht ansatzweise für vertretbar. Die Politik streicht und kürzt bei Angestellten, Arbeitern, Arbeitslosen und Rentnern, bedient sich aber selber – das ist ein fatales Bild.