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Kulturministerin Wanka gibt Standortgarantie für Landesmuseum in Wolfenbüttel – Perli: „Neugestaltung der Dauerausstellung auch zur Modernisierung und Aufwertung des Museums nutzen“

Hannover/Wolfenbüttel. „Ich freue mich, dass es aus dem Kulturministerium endlich eine Standortgarantie für das Landesmuseum in Wolfenbüttel gibt. Die bevorstehende Neugestaltung der Dauerausstellung sollte jetzt auch zur Modernisierung und Aufwertung des Museums genutzt werden“, sagte der hiesige Landtagsabgeordnete Victor Perli (DIE LINKE) nach der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses im Landtag.

Die niedersächsische Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) hatte dort auf eine entsprechende Frage Perlis mitgeteilt, dass auch nach der bevorstehenden Neugestaltung der Dauerausstellung des gesamten Braunschweigischen Landesmuseums der Standort in Wolfenbüttel bestehen bleiben werde. Die Ministerin habe jedoch keine Aussagen zur künftigen inhaltlichen Ausrichtung des Hauses in der Kanzleistraße machen wollen, das bisher als Ausstellungsort für die Ur- und Frühgeschichte des Braunschweiger Landes fungiert. Diese Frage sei ab hängig vom neuen Gesamtkonzept, das die künftige Direktorin des Braunschweigischen Landesmuseums Dr. Heike Pöppelmann nach ihrem Amtsantritt am 1. Oktober 2010 erarbeiten werde. [Weiterlesen →]

Rede: Situation und Perspektiven der Museen in Niedersachsen

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren!

Es freut meine Fraktion sehr, dass wir uns hier und heute mit der Situation der Museen in Niedersachsen befassen. Ich danke der fragestellenden Fraktion für diese Initiative. Ich danke auch dem Museumsverband und dem MWK für die Beantwortung der Anfrage und die damit verbundene Umfrage bei einem Großteil der Museen sowie für die Zusammenstellung des Datenmaterials. Ich denke, dass eine vertiefende Befassung mit diesem Thema im Kulturausschuss Sinn macht, und würde das sehr begrüßen.

Der Museumsverband verzeichnet in Niedersachsen derzeit 665 Museen. Sie sind in ihrer Vielfalt und in ihren unterschiedlichen historischen und thematischen Schwerpunkten Archive, Lern- und Erlebnisorte sowie Forschungsstätten zur Menschheitsgeschichte. [Weiterlesen →]

Landesregierung darf Legalisierung von Cannabis-Medizin nicht blockieren – kein Showdown zwischen Özkan und Rösler auf Kosten der Patienten!

Hannover. DIE LINKE im Landtag hat die Landesregierung aufgefordert, die gestern vom Bundeskabinett beschlossene Legalisierung von Cannabis-Medizin im Bundesrat nicht zu blockieren. „Die Planungen der Bundesregierung sind zwar nur ein Schritt in die richtige Richtung, aber einen Showdown zwischen Niedersachsens Gesundheitsministerin Özkan und Bundesgesundheitsminister Rösler ist das Letzte, was die Patienten gebrauchen können”, sagte Victor Perli von der Linksfraktion. Anlass zu dieser Sorge bestehe, weil die Landesregierung es in einer Großen Anfrage der Linken zur Cannabis-Politik in Niedersachsen abgelehnt hatte, Initiativen für eine Erweiterung des medizinischen Gebrauchs von Cannabis zu unterstützen. Perli verwies auf Angaben der Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin, wonach mindestens 50.000 an Krebs, Aids oder Multipler Sklerose erkrankte Patienten von natürlichem Cannabis als Medizin profitieren würden. Perli weiter: „Bislang werden sie wie Kriminelle behandelt, wenn sie Cannabis verwenden, obwohl es das einzig wirksame Medikament für sie ist.“

SPD will Kommunen in der Region Braunschweig schwächen

Hannover. Der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Landtag, Dr. Manfred Sohn, hat der SPD heute vorgeworfen, sie wolle die Kommunen im Großraum Braunschweig auf Kosten einer zentralen Verbändeversammlung schwächen. Die Zentralisierung von Entscheidungsstrukturen per gesetzlichem Zwang führe immer zu einem Abbau von Demokratie, betonte Sohn. „Stattdessen fordert DIE LINKE eine Dezentralisierung der Entscheidungsstrukturen.“ Dafür müssten aber die Kommunen auch mit den erforderlichen Finanzen ausgestattet werden. „Wenn wir dem Gesetzesentwurf der SPD folgen würden, besteht die Gefahr, dass die gewählten Räte in den Kommunen zu einer Art Wahlgremium der Verbändeversammlung verkommen“, warnte Sohn, der selber im zum Großraum Braunschweig gehörenden Landkreis Peine wohnt.

Studiengebühren müssen abgeschafft werden – Niedersachsen bald eine Gebühreninsel

Hannover. DIE LINKE im Landtag hat heute ihre Forderung nach einer Abschaffung der Studiengebühren in Niedersachsen bekräftigt. Auch die Allgemeinen Studierenden-Ausschüsse (AStA) hatten dies heute bei ihrer Pressekonferenz gefordert. „Die soziale Schieflage und die finanzielle Lage der Studierenden haben sich seit der Einführung der Gebühren verschlechtert“, sagte Victor Perli, der wissenschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion. Perli erinnerte daran, dass weniger als 14 Prozent der Studierenden in Niedersachsen aus ärmeren Verhältnissen kommen, knapp 40 Prozent müssten mit weniger als 700 Euro im Monat auskommen. „Die Gebühren stellen eine enorme Hürde beim Hochschulzugang dar“ sagte Perli.

Dieser Aspekt sei bei der kürzlich von Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (CDU) vorlegten Evaluation der Studiengebühren nicht beachtet worden. „Die Studie hat hier einen blinden Fleck, da sie die Lebenswirklichkeit der Studierenden und den Abschreckungseffekt auf Studieninteressierte vollkommen ausblendet“, betonte Perli. Der Hochschulexperte der LINKEN forderte von der Wissenschaftsministerin, sich ein Beispiel an Hessen zu nehmen, wo die Studiengebühren abgeschafft wurden. Perli weiter: „Auch in Nordrhein-Westfalen wird es bald keine Gebühren mehr geben – Niedersachsen wird immer mehr zu einer Gebühreninsel.“ [Weiterlesen →]

Worpswede droht zu einem Ort der Vergangenheit zu werden

Zum heute von Kulturministerin Johanna Wanka vorgestellten Masterplan Worpswede habe ich folgendes erklärt:

„Den Masterplan für die Museenlandschaft in Worpswede in allen Ehren, aber Worpswede hat nicht nur eine Geschichte, sondern auch eine Gegenwart. Und hier macht die Landesregierung große Fehler, indem sie die Künstlerstipendien aus Worpswede abzieht. Damit droht Worpswede zu einem Ort der Vergangenheit herabgestuft zu werden. Die Landesregierung hat ohne Not einen einzigartigen Leuchtturm der ländlichen Kultur in Europa beschädigt. Denn auch das Motto ‚bessere Bauten, schönere Gärten, mehr Museen‘ kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass künftig weniger Künstler den Weg nach Worpswede finden werden.“

Marx ist Pop!

Der folgende Vortrag von David Harvey zum Wesen und Verlauf der aktuellen Krise bietet, unterstrichen von einer unterhaltsamen Animation, einen kompakten Einblick in die Argumentationsweise marxistischer Analysten. Allerdings werden solide Englischkenntnisse vorausgesetzt.

Ergänzend dazu das folgende lustige Video, welches beweist, dass Marx Pop ist.