Kulturministerin Wanka gibt Standortgarantie für Landesmuseum in Wolfenbüttel – Perli: „Neugestaltung der Dauerausstellung auch zur Modernisierung und Aufwertung des Museums nutzen“
Hannover/Wolfenbüttel. „Ich freue mich, dass es aus dem Kulturministerium endlich eine Standortgarantie für das Landesmuseum in Wolfenbüttel gibt. Die bevorstehende Neugestaltung der Dauerausstellung sollte jetzt auch zur Modernisierung und Aufwertung des Museums genutzt werden“, sagte der hiesige Landtagsabgeordnete Victor Perli (DIE LINKE) nach der jüngsten Sitzung des Kulturausschusses im Landtag.
Die niedersächsische Kulturministerin Johanna Wanka (CDU) hatte dort auf eine entsprechende Frage Perlis mitgeteilt, dass auch nach der bevorstehenden Neugestaltung der Dauerausstellung des gesamten Braunschweigischen Landesmuseums der Standort in Wolfenbüttel bestehen bleiben werde. Die Ministerin habe jedoch keine Aussagen zur künftigen inhaltlichen Ausrichtung des Hauses in der Kanzleistraße machen wollen, das bisher als Ausstellungsort für die Ur- und Frühgeschichte des Braunschweiger Landes fungiert. Diese Frage sei ab hängig vom neuen Gesamtkonzept, das die künftige Direktorin des Braunschweigischen Landesmuseums Dr. Heike Pöppelmann nach ihrem Amtsantritt am 1. Oktober 2010 erarbeiten werde.
Der Kulturpolitiker der LINKEN war zu diesem Thema tätig geworden, nachdem in den vergangenen Jahren mehrfach über eine Schließung des Standorts spekuliert worden war. Zuletzt hatte der Niedersächsische Heimatbund e.V. beklagt, dass das geplante Zentrum für die „Schöninger Speere“ in Schöningen „unmittelbar die weitere Vermittlung der Ur- und Frühgeschichte (…) in Wolfenbüttel zu konterkarieren“ drohe, weil ihm „einer der wichtigsten archäologischen Funde“ vorenthalten werde. Zudem habe sich das Kulturministerium noch im Juni in der Antwort auf eine Anfrage Perlis nicht verbindlich zur Zukunft des Wolfenbütteler Standorts äußern können.
„Die Neugestaltung der Dauerausstellung sollte zum Anlass genommen werden auch die technische Ausstattung und die museumspädagogischen Angebote zu modernisieren. Das ist auch wichtig um die Attraktivität zu steigern und die Besucherzahlen zu erhöhen“, sagte Perli vorausblickend, nachdem er erst kürzlich die aktuellen Ausstellungen besucht hatte. Er kündigte für den Herbst ein Gespräch mit der neuen Direktorin an, um sich über die Planungen unterrichten zu lassen, die er als „Chance für den Museumsstandort Wolfenbüttel“ bezeichnete.






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