Neubau des Audimax-Gebäudes der Leuphania-Universität in Lüneburg birgt immer mehr finanzielle Risiken

Hannover. Nach Ansicht der Fraktion DIE LINKE im Landtag bringen die Planungen für das neue Audimax-Gebäude der Leuphana-Universität Lüneburg immer mehr Risiken für das Land an den Tag. Wie in der heutigen Sitzung des im Wissenschaftsausschusses deutlich geworden sei, gebe es finanzielle Unwägbarkeiten in Millionenhöhe: Unsicher sei, wer die etwa 16 Millionen Euro übernimmt, für die ursprünglich ein Investor aufkommen sollte. Victor Perli, der hochschulpolitische Sprecher der Linksfraktion, sagte dazu: „Es gibt noch weitere Finanzierungslücken in Millionenhöhe, dem Niedersächsischen Landtag kann derzeit nicht einmal der aktuelle Finanzplan vorgelegt werden.“ Dies zeige einmal mehr, dass solche als öffentlich-private Partnerschaft finanzierten Projekte außerhalb der demokratischen Kontrolle liefen, kritisierte Perli. Der Landesregierung warf er vor, sich um konkrete Aussagen zu drücken.

Der Hochschulexperte forderte die Offenlegung aller Verträge und Absprachen bevor ein weiterer Cent des Landes in das Projekt fließt. „Es darf keine Blankoschecks für solche Millionenprojekte geben“, sagte Perli. Er wies darauf hin, dass es auch rechtliche Unwägbarkeiten gebe, die den Zeitplan verzögern könnten: Ausschreibungs- und Baumodalitäten sowie mögliche Klagen wegen der auf dem Gelände lebenden und vom Aussterben bedrohten Haubenlerche. Perli weiter: „In der Folge könnten die EU-Zuschüsse in Höhe von mindestens 14 Millionen Euro gefährdet sein.“

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