DIE LINKE fordert Umdenken bei der Lagerung von Atommüll – es gibt kein sicheres Endlager – Gasvorkommen sind eine Gefahr für Gorleben

Hannover. DIE LINKE im Landtag hat ein Umdenken bei der Lagerung von Atommüll gefordert. Es sei ein Mythos, dass Atommüll ein für allemal in einem Endlager vergraben werden könnte. „Die Tauglichkeit von Standorten kann niemals für die Ewigkeit beurteilt werden – weder aus geologischer noch aus seismologischer Sicht. Der Atommüll muss jederzeit kontrollierbar sein und alle Entscheidungen zur Lagerung rückgängig gemacht werden können. Dafür ist ein neues Konzept nötig“, sagte Kurt Herzog, der atompolitische Sprecher der Linksfraktion.

Die Enthüllungen über die Asse und Gorleben hätten gezeigt, dass eine sichere Endlagerung in Salzstöcken nicht möglich sei. „Ein Problem sind die Erdgasvorkommen in Gorleben: Der Salzstock wurde in den 60er-Jahren auf DDR-Seite mehrfach durchbohrt, wodurch es zu mehreren Unfällen kam. Dies hat gezeigt, dass Gas in Salzbereichen vorkommt, in denen man es nicht vermutet hätte“, sagte Herzog. Die Gasvorkommen und die Durchlässigkeit für Wasser seien Ausschlusskriterien bei die Lagerung von Atommüll in Salz.

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