Ergebnisse der Arbeitsgruppe zur Entwicklung der Studienstrukturen in Niedersachsen sind mau
Hannover. DIE LINKE im Landtag hat die heute von Wissenschaftsministerin Johanna Wanka vorgestellten Ergebnisse einer Arbeitsgruppe zur Entwicklung der Studienstrukturen in Niedersachsen als „äußerst mau“ bezeichnet. „Die landesweiten Bildungsstreiks an Hochschulen in Niedersachsen hatten zur Einsetzung einer solchen Arbeitsgruppe geführt. Die von den Studierenden geforderten verbindlichen Ziele haben allerdings keine Unterstützung erhalten; stattdessen wurden ausschließlich Absichtserklärungen vereinbart“, kritisierte Victor Perli, der hochschulpolitische Sprecher der Fraktion. Außerdem fehle ein Zeitrahmen für die Umsetzung der Ergebnisse und deren Kontrolle. „Damit werden die Fortschritte von der Reformfreudigkeit der einzelnen Hochschulen abhängen“, so Perli.
Bislang sei die Geschichte der Bachelor-Master-Studiengänge eine Geschichte des Scheiterns. „Das Resultat sind verschulte Studiengänge mit überbordender Prüfungslast“, sagte Perli. Er erinnerte daran, dass der freie Masterzugang für Bachelorabsolventen eine zentrale Forderung der Studierenden gewesen sei. Doch anstatt das frühzeitige Aussieben mit Noten und Quoten zu beenden, sei nichts passiert. Insgesamt vermisse Perli einen substantiellen Beitrag der Landesregierung. Zwar hätten die Landesregierung, die Hochschulleitungen und die Studierenden gemeinsam festgestellt, dass die Hochschulen einen erheblichen finanziellen Mehraufwand durch die neuen Studiengänge zu stemmen hätten, Konsequenzen seien daraus jedoch nicht gezogen worden. „Das Land muss ihnen diese zusätzlichen Mittel bereit stellen“, betonte Perli. Außerdem verzichte die Landesregierung im Gegensatz zu zahlreichen anderen Bundesländern darauf, die maximalen Prüfungsbelastungen zu definieren. Perli weiter: „Damit hätte die Politik die Möglichkeit, zu einer Verringerung der Abbrecherquote in den Bachelor-Studiengängen beizutragen.“






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