Castor: Landtagsabgeordneter Victor Perli nahm an Blockaden teil

„Die Politik hat aus dem Asse-Desaster nichts gelernt“

Von Samstag bis Dienstag beteiligte sich der Landtagsabgeordnete Victor Perli (DIE LINKE.) an den Protesten gegen den Castor-Transport nach Gorleben. Perli begründete seine Teilnahme mit dem Weiterbetrieb der Atomkraftwerke und mit dem Festhalten am ungeeigneten Salzstock Gorleben durch CDU und FDP. „Hier zeigt sich, dass die Politik noch immer nicht aus dem Asse-Desaster gelernt hat“, sagte der Wolfenbütteler.

Im Rahmen der friedlichen Proteste beteiligte sich Perli am Sonntag gemeinsam mit rund 3000 Demonstranten an der Sitzblockade auf der Schiene bei Harlingen. Nach rund 13 Stunden wurde der Landtagsabgeordnete von der Polizei weggetragen. In der Nacht zum Dienstag folgte die Teilnahme an der Blockade vor dem Zwischenlager Gorleben.

Perli zeigte sich begeistert, dass der Atommülltransport so lange und von so vielen Menschen wie noch nie zuvor aufgehalten werden konnte. Die Ereignisse der vergangenen Tage hätten gezeigt, dass gegen die große Zahl entschlossener Atomkraftgegner nur noch mit unverhältnismäßigen Mitteln agiert werden könne. Den Polizeieinsatz im Wendland bezeichnete der junge Politker als völlig überzogen. „CDU und FDP unternehmen keinen Versuch, den Konflikt politisch zu lösen. Die Polizei hat CS-Gas, Wasserwerfer, Schlagstöcke, Pferde und Hunde gegen friedliche Demonstranten eingesetzt. Wird Stuttgart 21 jetzt zum Prinzip?“, fragte Perli. Nicht die Demonstranten seien das Problem, sondern die Regierung, welche ihre Atompolitik gegen den Willen der Bevölkerung durchprügle.

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