Geplante Medizinausbildung in Oldenburg: „Es gibt nichts zu feiern, solange die Finanzen nicht stehen“

Hannover. DIE LINKE im Landtag hat das Votum des Wissenschaftsrates für eine Medizinausbildung in Oldenburg als ein „Kompliment für die Carl-von-Ossietzky-Universität“ bezeichnet; erreicht sei damit aber noch nichts. „Es gibt nichts zu feiern, solange die Finanzierung nicht geklärt ist – und dafür ist der Wissenschaftsrat nicht zuständig“, sagte der Oldenburger Landtagsabgeordnete der LINKEN, der stellv. Fraktionschef Hans-Henning Adler. Nach entsprechenden Andeutungen von Ministerin Wanka im Landtag sei zu befürchten, dass der Medizinstudiengang aus dem Bestand der Universität bezahlt werden solle.

Dieser hat bereits in den vergangenen Jahren schwer gelitten: Die Studiengänge Raumplanung, Geographie und Psychologie wurden zusammengestrichen; die Mittel für die Lehrerausbildung gekürzt. Der Hochschulexperte der LINKEN, Victor Perli, sagte deshalb: „Wenn jetzt auch noch die Medizinausbildung auf Kosten der übrigen Fachbereiche gehen soll, geht es der Oldenburger Universität an die Substanz. Ein Fortschritt für Oldenburg wäre der neue Studiengang nur, wenn er aus zusätzlichen Mitteln finanziert wird. Und solange die Landesregierung das nicht bewerkstelligen kann, muss der Sekt im Keller bleiben.“

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