Finanzierung der Hochschulen hält mit der steigenden Anzahl von Studienanfängern nicht Schritt
Hannover. DIE LINKE im Landtag hat kritisiert, dass die Finanzierung der Hochschulen nicht mit der steigenden Anzahl von Studienanfängern Schritt hält. Anlässlich der heute veröffentlichten Studienanfängerzahlen erklärte Victor Perli, der hochschulpolitische Sprecher der Fraktion: „Die Zahl ist um sechs Prozent gestiegen, was in etwa der höheren Zahl der Abiturienten in Niedersachsen entspricht. Die Grundfinanzierung für die Hochschulen stagniert jedoch – das passt nicht zusammen.“ Auch der Hochschulpakt zwischen Bund und Ländern reiche nicht aus, den bisherigen Standard an den niedersächsischen Hochschulen zu halten. Als Folge der Unterfinanzierung der Hochschulen seien 55 Prozent der Studiengänge in Niedersachsen zulassungsbeschränkt. „Damit ist Niedersachsen bundesweit Spitzenreiter, was dazu beiträgt, dass es Auswanderungsland Nr. 1 unter den Studienanfängern ist“, so Perli.
Die Lage werde sich verschärfen. Bislang gebe es keine Verständigung darüber, wie die Hochschulen die Aussetzung der Wehrpflicht bewältigen sollen. „Dadurch werden 5000 weitere Studienplätze in Niedersachsen benötigt. Hinzu kommt der doppelte Abiturjahrgang im nächsten Jahr mit seinen zusätzlichen 25.000 Abiturienten“, erklärte Perli. Werde es weiterhin nur einen unterfinanzierten Hochschulpakt mit dem Bund geben, seien die nächsten Bildungsstreiks absehbar.






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