Umfassende Krebs-Studie, die alle Kommunen rund um die Asse einbezieht längst überfällig
Hannover. Angesichts der Häufung von Leukämiefällen in der Samtgemeinde Asse fordert DIE LINKE im Landtag eine umfassende Krebs-Studie für alle Gemeinden rund um das Atommülllager. „Wir wollen eine unabhängige Studie, die alle Kommunen rund um die Asse einbezieht – besonders auch Orte der Gemeinden Vahlberg und Dettum, welche zu den benachbarten Samtgemeinden Schöppenstedt und Sickte gehören“, sagte Kurt Herzog, der umweltpolitische Sprecher der Fraktion. Zwar hätten das Niedersächsische Umweltministerium als Aufsichtsbehörde und das fachlich zuständige Sozialministerium die Überwachung der Asse-Region als umfassend gelobt – Krebs- und Krankheitsraten zu erheben, sei ihnen jedoch offenbar nicht in den Sinn gekommen. „Das hätte doch längst auffallen müssen“, kritisierte Herzog. „Und das wäre es auch, wenn die Behörden nicht, wie immer in Sachen Atomenergie, verschleppt und ausgesessen und abgewartet hätten, bis es nicht mehr ging“. Der Atomexperte wiederholte seine Forderung nach einer Beweislastumkehr: Die Asse-Betreiber müssten beweisen, dass ihre desolate Atommüllkippe nicht die Ursache der Erkrankungen ist.
In der Arbeitsgruppe, die der Wolfenbütteler Landrat Jörg Röhmann jetzt eingesetzt hat, vermisst Herzog die örtlichen Bürgerinitiativen und externe, unabhängige Fachleute: „Die Gruppe müsste mindestens ähnlich zusammengesetzt sein wie die Begleitgruppe Asse. Wir empfehlen als Experten Alfred Körblein, einen langjährigen Mitarbeiter des Umweltinstituts München, der mit seiner Arbeit schon die Kinderkrebs-Studie (KiKK) ins Rollen brachte“.
Herzog warnte die Landesregierung davor, die Leukämiefälle herunterzuspielen. Bereits die KiKK-Studie hätten CDU und FDP, aber auch der damalige Bundesumweltminister Sigmar Gabriel nicht richtig ernst genommen. „Damals hieß es, man könne sich die hohen Leukämieraten bei Kindern rund um die Atomkraftwerke mit den heute gültigen Strahlungs-Grenzwerten nicht erklären“, so Herzog. Unter Fachleuten werde Leukämie dagegen als „Strahlenkrebs“ bezeichnet.






warum eigenlich erst Studien wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Warum wird nicht vorsorgend festgestellt wie viel Krebserkrankungen es gibt z. B . um das Zwischenlager Gorleben. Jetzt und in Zukunft. Dann wäre es doch um so wahrseinlicher das es die eine oder die andere Ursache hat. kostet natürlich Geld aber bei Atomkraft sollte das ja keine Rolle spielen