DIE LINKE begrüßt Verzicht auf Teilprivatisierung des Uni-Neubaus in Lüneburg – weiterhin ungeklärte Fragen
“Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass ÖPP-Modelle kein geeignetes Mittel für öffentliche Bauvorhaben sind. DIE LINKE hat sich als einzige Partei im Landtag vehement gegen dieses Finanzierungsmodell ausgesprochen. Gut, dass sich diese Position jetzt durchgesetzt hat.“ So kommentiert Victor Perli, hochschulpolitischer Sprecher der Linksfraktion, die gestrige Entscheidung der Leuphana Universität Lüneburg, ihr neues Zentralgebäude jetzt doch in Eigenregie zu errichten. Mit dem Verzicht auf ein ÖPP-Projekt werde das Bauvorhaben billiger und die Hochschule bleibe „Herr im eigenen Haus“, betont Perli. „ÖPP-Modelle sind für die öffentliche Hand grundsätzlich unwirtschaftlich, intransparent und risikoreich.“
Auch wenn das ÖPP-Projekt nun vom Tisch ist, sind für die Linksfraktion noch längst nicht alle Fragen geklärt: So wurde der Standort Volgershall erst vor wenigen Jahren für 22 Mio. Euro saniert, jetzt soll er für 9 Mio. Euro „verramscht“ werden. „Das ist eine Verschwendung von Steuermitteln“, moniert Victor Perli. Unklar sei auch, was mit dem Studiengang Automatisierungstechnik passieren soll, der bisher in Volgershall angeboten wird. Bislang gebe es dafür noch keine verbindliche Lösung, sondern nur Absichtserklärungen. Zudem seien 14 Mio. Euro EU-Gelder für den Bau nur im Zusammenhang mit der ÖPP-Maßnahme gebilligt worden. „Wissenschaftsministerin Johanna Wanka hat diesen Passus mehrfach als nicht veränderbar dargestellt, hier erwarte ich, dass schnell nachgebessert wird“, kündigt Perli an. [Weiterlesen →]






