Lage in der Asse droht sich zu verschärfen – BfS muss Notfallplan vorlegen

Hannover/Remlingen. DIE LINKE im Landtag wertet die Verdoppelung der Laugenzuflüsse vor der Bergwerkskammer 8 als Hinweis, dass sich die Lage im Atommülllager Asse verschärft. Der umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Kurt Herzog, sagte: „Anders als das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) jetzt behauptet, ist es nicht das erste Mal, das von außen eindringendes Wasser mit radioaktivem Abfall in Kontakt kommt – das musste das Niedersächsische Umweltministerium schon 2008 eingestehen. Die Menge an Radioaktivität, die aus den Kammern dringt, nimmt seit neuestem allerdings deutlich zu.“

Herzog bezweifelt, dass das BfS bei seinem Räumungskonzept auch ein Worst-Case-Szenario in Betracht zieht. Dieses Szenario wäre gegeben, wenn sich in den Kammern große Mengen einer hochkontaminierten „Laugensuppe“ aus verschiedenen undichten Fässern bildeten. Über eine solche Möglichkeit sei jedoch dem Umweltausschuss bei einer entsprechenden Unterrichtung durch das BfS nicht im Detail informiert worden. Herzog forderte deshalb: „Das BfS muss das Versäumte schleunigst nachholen, einen Notfallplan vorlegen und ihn öffentlich machen. Es muss dabei auch besonders die chemische Reaktionsfähigkeit der vermischten Stoffe beachten“.

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