Heute veröffentlichter Krebs-Bericht ist noch kein Grund zur Entwarnung – weitere Untersuchungen nötig

Hannover/Wolfenbüttel. DIE LINKE im Landtag sieht in dem heute vorgelegten Bericht des Epidemiologischen Krebsregisters Niedersachsen über Krebserkrankungen in der Samtgemeinde Asse sowie in den übrigen Samtgemeinden und eigenständigen Gemeinden des Landkreises Wolfenbüttel noch keinen Grund zur Entwarnung. “Es ist beruhigend, dass es keine zusätzlichen Auffälligkeiten gibt, ein Zusammenhang der erhöhten Krebsraten in der Samtgemeinde Asse mit dem Atommülllager kann aber weiterhin nicht ausgeschlossen werden. Deshalb sind weitere Untersuchungen nötig”, sagte Victor Perli, Landtagsabgeordneter aus Wolfenbüttel. Bei den Betroffenen müsse untersucht werden, wo sie wohnen und wo sie arbeiten bzw. gearbeitet haben. Außerdem müssten die Krebsraten in den Gemeinden unter die Lupe genommen werden, die unmittelbar um die Asse liegen. Dazu gehörten in der Samtgemeinde Asse Denkte, Remlingen und Wittmar, in der Samtgemeinde Sickte Dettum und in der Samtgemeinde Schöppenstedt Vahlberg. “In diesem Zusammenhang sollte die Asse-Arbeitsgruppe auch auf den Sachverstand von Experten zurückgreifen, die sich kritisch mit den gesundheitlichen Auswirkungen von radioaktiver Niedrigstrahlung befasst haben”, sagte Perli. Beispielhaft nannte er die Wissenschaftler Alfred Körblein, Inge Schmitz-Feuerhake, Wolfgang Köhnlein, Horst Kuni und Sebastian Pflugbeil.

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