Finanzierungspläne des Libeskind-Baus weiter einsturzgefährdet!

Hannover. Im Anschluss an die heutige Unterrichtung im Wissenschaftsausschuss über die Finanzierung des Libeskind-Baus der Leuphana-Universität Lüneburg hat DIE LINKE im Landtag die Landesregierung kritisiert. „Die derzeitigen Finanzierungspläne sind einsturzgefährdet: Die finanziellen Risiken für die Hochschule wachsen und es gibt keinen Plan B für den Fall, das eingeplante Mittel entfallen oder der Bau erheblich teurer wird“, kritisierte Victor Perli, der hochschulpolitische Sprecher der Fraktion. Der Staatssekretär hatte dem Ausschuss berichtet, dass die EU-Kommission mehrere Fragen zu der Verwendung ihres Fördergeldes habe. „Die Millionen aus Brüssel sind also immer noch nicht gesichert. Weitere Risiken in zweistelliger Millionenhöhe ergeben sich aus dem erhofften, aber nicht gesicherten Verkauf von Liegenschaften und durch geplante abenteuerliche Steuertricks“, so Perli. Jede weitere Unterrichtung der Landesregierung über die Finanzierung des Baus werfe mehr Fragen auf. So wurde heute bestätigt, dass die Hochschule entgegen früheren Aussagen der Landesregierung eigenes Geld für den Bau verwenden will. „Dieses Geld fehlt in Lehre und Forschung, und für die Hochschule besteht weiterhin ein hohes finanzielles Risiko“, so Perli. Er kündigte an, für die weitere Beratung einen umfangreichen Fragenkatalog bei der Landesregierung einzureichen.

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