DIE LINKE fordert Absage der geplanten Landesausstellung 2014: überteuerte Regionalveranstaltung!

Hannover. DIE LINKE im Landtag hat kritisiert, dass die Landesausstellung 2014 zur 300-jährigen Jubiläum der Personalunion der Königshäuser England und Hannover immer mehr zu einer überteuerten Regionalveranstaltung werde. Victor Perli, der kulturpolitische Sprecher der Fraktion, forderte, die Veranstaltung abzusagen. Das Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig und das städtische Schlossmuseum Wolfenbüttel hatten erklärt, an der Ausstellung nicht mehr teilzunehmen. Nach Ansicht von Perli ist die Personalunion der Königshäuser ohnehin ein ungeeignetes Thema für eine Landesausstellung, weil sie die Verbindung von Hannover nach England darstelle und somit andere Regionen des Landes vernachlässige. „Statt fünf Millionen Euro für die Ausstellung der regionalen Adelsgeschichte des 18. Jahrhunderts zu verwenden, sollte das Geld besser für heutige lebendige Kultur verwendet werden“, sagte Perli. Er warf Kulturministerin Johanna Wanka vor, sich nicht um die Öffnung der Museen zu kümmern. Dazu gehörten Null-Euro-Tickets für Jugendliche und Hartz-IV-Empfänger und der Ausbau museumspädagogischer Angebote. Auch die Soziokultur und jugendkulturelle Angebote ignoriere die Landesregierung. „Auch in diesen Bereichen seien die fünf Millionen Euro wesentlich besser investiert“, so Perli.

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