CDU-Fraktion bereitet sich auf Dr. plag. Althusmann vor – Kultusminister darf keine Ablenkungsmanöver starten
Hannover. DIE LINKE im Landtag hat Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) davor gewarnt, ein „plumpes Ablenkungsmanöver“ von den Plagiatsvorwürfen gegen ihn zu starten. Althusmann hatte in einem Interview kritisiert, dass ihm der Autor, der seine Doktorarbeit analysiert hat, unbekannt sei, und ihn zum Kontrahenten erklärt. Christa Reichwaldt, die bildungspolitische Sprecherin der LINKEN, sagte dazu:„Der Kontrahent ist nicht der Autor, sondern seine eigene Leistung bzw. Nicht-Leistung. Wenn er den Autor jetzt angreift, will er schlicht ablenken.“ Entscheidend sei nicht der Bote, sondern die Botschaft – und die sei eindeutig: Althusmann habe wissenschaftliche Standards verletzt.
Reichwaldt kritisierte außerdem Althusmanns Anschuldigung, wer seinen Rücktritt fordere, verhalte sich unredlich. „Wer sich hier bisher unredlich verhalten hat, ist Herr Dr. Althusmann selbst. Er sollte in seinem Glashaus nicht einmal mit Kieselsteinen werfen, solange die Universität Potsdam noch prüft“, so Reichwaldt. Die CDU-Fraktion bereite sich anscheinend schon auf „Dr. plag. Althusmann“ vor. Karl-Ludwig von Danwitz, der schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, hat dafür plädiert, dass der Bildungsminister selbst als Ex-Doktor im Amt bleiben sollte. „Für diese Sichtweise habe ich kein Verständnis. Ich gehe davon aus, dass der Bildungsminister sehr gut beurteilen kann, ob er als überführter Trickser sein Ministeramt weiterhin überzeugend ausfüllen kann“, sagte Reichwaldt.






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