DIE LINKE fordert die Beteiligung von Studierendenvertretern am Gründungsausschuss der European Medical School Oldenburg

Hannover. DIE LINKE im Landtag hat die einseitige Ausrichtung des Gründungsausschusses der European Medical School in Oldenburg kritisiert. Victor Perli, der hochschulpolitische Sprecher der Fraktion bemängelte, dass der Ausschuss hauptsächlich aus Professoren besteht: „An dem Fachwissen der berufenen Professoren und Klinikvertreter gibt es überhaupt nichts auszusetzen – aber es fehlt die studentische Perspektive und die des Mittelbaus“.

Der 19-köpfige Gründungsausschuss besteht derzeit aus 14 Professoren, vier Vertretern der Oldenburger Kliniken und einem Vertreter des Wissenschaftsministeriums; er soll wesentliche Fragen der European Medical School begleiten und Empfehlungen aussprechen, beispielsweise zur Berufung von Professoren oder zum Lehrkonzept. „Es ist ein Fehler, über ein Lehrkonzept zu beraten, ohne die Sicht der Studenten zu berücksichtigen. Das ist auch eine völlig unübliche Vorgehensweise“, so Perli. Seiner Ansicht nach wäre die studentische Meinung ebenso bei den Aspekten der Mobilität gefragt. Durch die Kooperation zwischen den Standorten Oldenburg und Groningen, die ein zentraler Baustein des Konzepts ist, wird es viele Pendler geben. „Die Attraktivität des neuen Studienangebots kann nur gesteigert werden, wenn sich die Studierenden frühzeitig mit einbringen können“, sagte Perli.

Perli schlug vor, dass die Studierendenvertretung der Universität Oldenburg und die Bundesvertretung der Medizinstudierenden jeweils ein Mitglied in dem Ausschuss benennen sollten. „Das Interesse ist dort vorhanden – jetzt muss nur noch Wissenschaftsministerin Wanka tätig werden“, so Perli.

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