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Rede zum Verbot von Börsenspekulationen durch die Hochschulen

Abschließende Beratung: Entwurf eines Gesetzes zum Verbot von Börsenspekulationen durch die Hochschulen – Gesetzentwurf der Fraktion DIE LINKE – Drs. 16/3209 – Beschlussempfehlung des Ausschusses für Wissenschaft und Kultur – Drs. 16/3702 – Änderungsantrag der Fraktion DIE LINKE – Drs. 16/3764 – Schriftlicher Bericht – Drs. 16/3770 -

Herr Präsident! Meine Damen und Herren! Dass wir heute hier im Haus nicht zu einem Beschluss kommen werden, der unsere Hochschulen wirksam vor Spekulationsverlusten schützt, ist nach dem Beratungsverlauf in diesem Parlament nicht nachvollziehbar.

(Beifall bei der LINKEN)

Die Hochschulen können öffentliche Gelder, die sie nicht sofort benötigen, unter bestimmten Bedingungen zinsbringend anlegen. Dagegen ist zunächst überhaupt nichts einzuwenden. Die gegenwärtige Rechtslage hat aber nicht verhindern können, dass sich die Universität Göttingen millionenschwer mit Wertpapieren verzockt hat. So hat sie u. a. rund 4,4 Millionen Euro öffentliche Gelder in drei Aktienfonds angelegt, die in der Finanzkrise tief abrutschten. Ende 2008 wurde ein Buchverlust von 1,3 Millionen Euro bilanziert. Noch heute – über drei Jahre später – befinden sich diese Anlagen mit mehreren Hunderttausend Euro in den Miesen. [Weiterlesen →]

Rede zum Gesetzentwurf zur Änderung hochschulrechtlicher Vorschriften

Abschließende Beratung: Entwurf eines Gesetzes zur Änderung hoch-schulrechtlicher Vorschriften – Gesetzentwurf der Landesregierung – Drs. 16/3648 – Beschlussempfehlung des Ausschusses für Wissenschaft und Kultur – Drs. 16/3732 – Schriftlicher Bericht – Drs. 16/3777 – Änderungsantrag der Fraktion DIE LINKE – Drs. 16/3760

Herr Präsident! Meine Damen und Herren!

der ungetrübten Freude aller Fraktionen über den Qualitätspakt für die Lehre kann sich die Fraktion DIE LINKE nicht anschließen.

Wir erinnern uns: Im Jahr 2008 hatte der Wissenschaftsrat, was die Lehre an deutschen Hochschulen angeht, Alarm geschlagen und gefordert, zusätzlich 1,1 Milliarden Euro einzusetzen, um die Lehre zu stabilisieren, zu qualifizieren, zu stärken. Wenige Monate später gingen hunderttausende Studierende für bessere Studienbedingungen auf die Straße. Die Politik war unter Zugzwang.

Gemessen an diesen Erwartungen, ist der vorliegende Pakt eine große Enttäuschung. Die Bundesregierung hat nicht einmal 20 % des Bedarfs von 1,1 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Niedersachsens Hochschulen können jetzt mit bis zu 15 Millionen Euro jährlich rechnen. Pro Student sind das etwa 100 Euro oder auch maximal ein zusätzliches Tutorium pro Semester und Student. [Weiterlesen →]