IGS Wolfenbüttel hat dritthöchste Ablehnungsquote in Niedersachsen – Perli: „Landkreis braucht zwei weitere Gesamtschulen“
Hannover/Wolfenbüttel. Der Landtagsabgeordnete Victor Perli (DIE LINKE) sieht die Forderung seiner Partei nach zwei zusätzlichen Integrierten Gesamtschulen im Landkreis Wolfenbüttel durch neueste Zahlen der Landesregierung bestätigt. Durch eine Landtagsanfrage der LINKEN ist heute bekannt geworden, dass die IGS Wolfenbüttel zum aktuellen Schuljahr mit rund 58 Prozent die landesweit dritthöchste Ablehnungsquote hat. Lediglich in Buchholz und an der Braunschweiger IGS Franzsches Feld seien im Verhältnis zu den verfügbaren Plätzen noch mehr Schülerinnen und Schüler abgewiesen worden.
„Die Nachfrage im Kreis ist so hoch, dass der Elternwille nur mit zwei weiteren Gesamtschulen erfüllt werden kann. Auch bei einer zweiten IGS hätte es noch mehr als 50 Ablehnungen gegeben. Das ist ein klarer Auftrag an die Kreispolitik”, sagte Perli. Nach der Elternbefragung zu den möglichen Standorten Remlingen und Wolfenbüttel, sollte auch die Notwendigkeit einer dritten IGS erörtert werden. Die Nachfrage nach IGS-Plätzen werde sich noch erhöhen, wenn sich durch einen Standort außerhalb der Kreisstadt die Fahrzeiten für Schüler aus entfernteren Gemeinden deutlich reduzieren würden. „Als Standorte für eine dritte IGS kommen neben Remlingen und Wolfenbüttel deshalb auch Sickte und Schladen in Frage”, so Perli. Zudem müssten die Schulträger mehr Entscheidungskompetenzen bei der Errichtung erhalten. So sollten die Kommunen die Möglichkeit bekommen, eine IGS mit vier und weniger Klassenzügen einzurichten, um Schulangebot und -standorte im ländlichen Raum zu sichern. „Das Ziel muss sein, dass jeder Wunsch auf einen IGS-Platz erfüllt wird“, sagte Perli abschließend.






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