FDP soll Rausschmiss-Drohung gegen 15.000 Studierende zurückziehen – „Vorschlag studierendenfeindlich und populistisch“

Hannover. DIE LINKE im Landtag hat die FDP-Fraktion aufgefordert, ihre Drohung zurückzunehmen, wonach Studierende nach Überschreiten der Regelstudienzeit um zwei Semester und zwei Prüfungsmöglichkeiten zwangsexmatrikuliert werden sollen. „Die Drohung der FDP ist studierendenfeindlich und populistisch“, sagte Victor Perli, der hochschulpolitische Sprecher der Fraktion. In Niedersachsen wären von einer solchen Regelung knapp 15.000 Studierende (10 Prozent) betroffen, wie die Landesregierung jetzt auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion mitteilte. „Die Regelstudienzeit ist eine Idealstudienzeit, die von einer Vielzahl der Studierenden nicht erreicht wird“, betonte Perli.

Es gebe viele Gründe für ein längeres Studium, Hauptgrund sei aber immer noch die unzureichende Studienfinanzierung. Sie habe zur Folge, dass zwei Drittel der Studierenden arbeiten müssen, um sich das Studium leisten zu können. Auch überfüllte Kurse und lange Wartelisten für Veranstaltungen führten zu einem längeren Studium. „Für die unzureichende Ausstattung der Hochschulen und die schlechte finanzielle Absicherung der Studierenden ist der Staat verantwortlich. Die FDP sollte sich diesen Problemen stellen anstatt Studierende zu beschimpfen, die einige Semester länger studieren.“ Perli verwies außerdem darauf, dass diese Studenten keine Plätze für Studienanfänger blockieren würden.

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