15 Jahre Suppenküche Wolfenbüttel

Vor wenigen Tagen feierte die Ökumenische Suppenküche in Wolfenbüttel ihr 15-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurde eine Chronik veröffentlicht, die den folgenden Artikel über einen meiner Besuche dort beinhaltet und sich kritisch mit der Gesellschaft befasst, die die Notwendigkeit von diesen Einrichtungen befördert. Die Wolfenbütteler Suppenküche finanziert sich ausschließlich aus Spenden und lebt vom ehrenamtlichen Einsatz vieler Menschen. Bei der Feier habe ich im Namen der LINKEN Wolfenbüttel 100 Euro an die Einrichtung gespendet.

Suppenküche ein Ort gelebter Solidarität

Bei meinem Besuch der Suppenküche am 31. März 2010 habe ich die Einrichtung als einen Ort gelebter Solidarität und als Haus der offenen Tür erlebt. Besonders beeindruckt hat mich, dass eine Atmosphäre geschaffen wurde, die auch jene, die durch die unsoziale Politik der letzten Jahre in die Armut bzw. in die Nähe der Armut gedrängt worden sind, nicht als Ausgegrenzte dastehen lässt. Stattdessen werden Gemeinschaft, Zusammenhalt und die Teilhabe aller unabhängig der jeweiligen sozialen Herkunft ausgestrahlt.

Einige Besucherinnen und Besucher erzählten mir, dass sie wegen der angenehmen Atmosphäre und der netten Gespräche regelmäßige Gäste seien. Besonderes Lob hat in den Gesprächen auch das Engagement der ehrenamtliche Helferinnen gefunden. Mich hat beeindruckt mit welcher Herzlichkeit sich die Damen nicht nur um die Zubereitung und Ausgabe der Speisen gekümmert haben, sondern den Gästen auch für Gespräche und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das Essen war von ausgezeichneter Qualität und schmeckte hervorragend. Es gab an diesem Tag Schnitzel, Rosenkohl und Salzkartoffeln in Schinkensauce sowie als Nachtisch einen leckeren Kuchen.

Nicht unerwähnt bleiben darf in diesem Zusammenhang jedoch, dass es eine völlig falsche Entwicklung ist, wenn sich Menschen dazu gezwungen sehen aus ihrer sozialen Not heraus zivilgesellschaftliche Unterstützungsangebote wie die Suppenküche wahrzunehmen. Jeder Mensch sollte genug eigene Mittel zur Verfügung haben, um sich selbst versorgen zu können und am gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben teilzuhaben. Dies bedeutet nicht, dass Einrichtungen wie die Suppenküche überflüssig sind. Für sie gibt es davon unabhängig einen Bedarf als Orte der Zusammenkunft, Gemeinschaft und des Austausches auf Augenhöhe.

In diesem Sinne Wünsche ich der Wolfenbütteler Suppenküche alles Gute für die Zukunft und freue mich auf meinen nächsten Besuch.

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