Persönlich
Unterrubrik: Was andere sagen: Portrait im “Rundblick/Nord-Report”
Ich wurde 1982 in Bad Oeynhausen geboren und habe neben der deutschen auch die italienische Staatsbürgerschaft. Seit 1993 lebe ich im Landkreis Wolfenbüttel und absolvierte 2001 das Abitur am Gymnasium im Schloß. Gegenwärtig bereite ich mich auf meinen Hochschulabschluss in den Fächern Sozialwissenschaften und Neuere Geschichte vor. Da ich mir die Studiengebühren nicht leisten konnte, bin ich 2006 von der TU Braunschweig an die Uni Potsdam gewechselt.
Ich war bis zum 5.4.2008 Bundessprecher der Linksjugend ['solid], des Jugendverbandes der LINKEN, mit damals ca. 9.000 Mitgliedern. Um mein Studium und dieses Ehrenamt zu finanzieren, arbeitete ich von 2006 bis zu meiner Wahl in den Landtag als studentische Hilfskraft bei der Bundestagsabgeordneten Dorothée Menzner in Wolfsburg und Berlin. Zuvor war ich unter anderem bei der damaligen Europaabgeordneten Sahra Wagenknecht und in mehreren klein- oder mittelständischen Betrieben im Landkreis Wolfenbüttel beschäftigt.
Jeder Mensch soll das eine Leben, das ihm geschenkt wurde, würdig, sozial abgesichert und nach eigenen Interessen gestalten können.
Dieses Ideal war Ausgangspunkt meines politischen Interesses. Ich beschloss im Jahr 2000 politisch aktiv zu werden, nachdem die rot-grüne Bundesregierung begonnen hatte den Sozialstaat zu zerstören, die Umverteilung von unten nach oben zu fördern und Deutschland wieder an Angriffskriegen zu beteiligen.
In Wolfenbüttel habe ich gemeinsam mit anderen Schülerdemonstrationen organisiert – für bessere Bildung, gegen die Kriege in Ex-Jugoslawien, in Afghanistan, im Irak und für das Miteinander nach dem Nazi-Brandanschlags auf die Wolfenbütteler Moschee. Die Verhinderung der Hartz-Gesetze und der Studiengebühren waren mir wichtige Anliegen.
Mit bekannten Künstlern und Musikgruppen initiierte ich 2005 die Kampagne „Aufmucken gegen Rechts“, bei der 50.000 CDs mit aufklärenden Liedern kostenlos an Schülerinnen und Schüler verteilt wurden. Als Bundessprecher der Linksjugend [‘solid] habe ich am Entstehungsprozess der neuen Partei DIE LINKE mitgewirkt. Die Partei hat sich gegründet, damit wieder eine Politik für die Mehrheit der Menschen gemacht wird.
Politische Vita auf einen Blick:
- seit 26. Februar 2008 Mitglied des Niedersächsischen Landtags und der Fraktion DIE LINKE.
- Mitglied der 14. Bundesverversammlung zur Wahl der oder des BundespräsidentIn (30. Juni 2010)
- von März 2009 bis März 2010 Mitglied der Bundesschiedskommission der Linksjugend ['solid]
- Mitglied der 13. Bundesversammlung zur Wahl der oder des BundespräsidentIn (23. Mai 2009)
- von Mai 2007 bis April 2008 Mitglied im BundessprecherInnenrat der Linksjugend ['solid]
- Mitglied der Steuerungs- und Satzungsgruppe zur Gründung eines gemeinsamen Jugendverbandes der LINKEN
- zuvor von 2003-2005 Bundessprecher der Vorgängerin ['solid] – die sozialistische jugend
- Mit-Initiator der Kampagne „Aufmucken gegen Rechts“ (50.000 CDs mit bekannten Bands bundesweit verteilt)
- Zeitweilige Mitarbeit im Vorstand des Kreisjugendrings Wolfenbüttel e.V.
- Parteimitglied seit 2001, im Jugendverband seit 2000.
- Weitere Mitgliedschaften: Gewerkschaft Erziehung & Wissenschaft, Studierendenverband DIE LINKE.SDS, Fördererkreis demokratischer Volks- und Hochschulbildung e.V., Jugendkulturverein Wolfenbüttel e.V.
Wenn dann noch Zeit bleibt, gehe ich aus, widme mich Büchern und Filmen, gehe hin und wieder zum Fußball (Eintracht Braunschweig, Babelsberg 03) oder Poetry Slam.
Aus dem Fragebogen der Wolfenbütteler Zeitung:
(veröffentlicht am 19.12.2007)
Welche Ereignisse haben Sie entscheidend geprägt?
Politisch aufgerüttelt haben mich die soziale Kälte der Ära Schröder, die grundgesetzwidrige Beteiligung am Krieg gegen Jugoslawien und der neonazistische Anschlag auf die Wolfenbütteler Moschee 2002. Persönlich prägend sind die bewundernswerte Energie meiner selbständigen Eltern in Zeiten wirtschaftlicher Flaute und neue Einsichten aus Literatur und Musik.
Was macht Ihnen Angst?
Der Staat darf ab 2008 das Telekommunikationsverhalten aller Bürger speichern. Unser Leben soll nur noch aus Arbeit bis 70 oder Hartz IV bestehen und Politiker aus meiner Generation sprechen Senioren und Finanzschwachen das Recht auf volle medizinische Versorgung ab. Da wird mir angst und bange um die Zukunft.
Woran glauben Sie?
Armut, Ausbeutung und Krieg fallen nicht vom Himmel. Eine andere, eine bessere Welt ist möglich! Packen wir´s an!
Wann haben Sie sich das letzte Mal für etwas geschämt?
Beim Blick auf den Tabellenstand der Braunschweiger Eintracht.
Haben Sie Vorbilder?
Es gibt Menschen, deren großes Schaffen ich bewundere, weil sie sich von Widerständen nicht zermürben ließen. Dazu zähle ich Nelson Mandela als Vorkämpfer gegen die Unterdrückung der Schwarzen und Rosa Luxemburg, die ihre konsequente Haltung für soziale Gerechtigkeit und das Frauenwahlrecht mit dem Tod bezahlte.
Warum soll man ausgerechnet Sie wählen?
Nur wenn DIE LINKE in den Landtag kommt, kann Wulffs neoliberale Mehrheit verhindert werden. Die Bundespolitik zeigt auch: Je stärker DIE LINKE ist, desto sozialer wird die SPD Deutschland.
(Anm.: Die KandidatInnen der vier Landtagsparteien haben 22 Fragen erhalten. Mir wurden nur diese 6 vorgelegt. Jede Frage sollte in maximal zwei Sätzen beantwortet werden.)
Bevor dies meine Informationsseite zur Landtagswahl und -arbeit wurde, habe ich Sie als Webblog betrieben. Zur Idee und dem Schwerpunkt schauen Sie bitte in mein Eröffnungsstatement.Viel Vergnügen und alles Gutewünscht Ihnen,
Victor Perli







