Gesammelte Artikel der Rubrik 'Jugend & Ausbildung'

Bildungsstreik: Verfehlte Bildungspolitik der Landesregierung treibt Schüler und Studierende auf die Straße

Hannover. DIE LINKE im Landtag solidarisiert sich mit den protestierenden Schülern und Studierenden, die heute anlässlich der bundesweiten Bildungsproteste auf die Straße gegangen sind. In mindestens fünf niedersächsischen Städten haben die Teilnehmer für eine bessere Bildungspolitik demonstriert. Victor Perli, Fraktionsvize und hochschulpolitischer Sprecher der LINKEN im Landtag, hält die Forderungen der Demonstranten für richtig: kleinere Klassen, weniger Bildungsstress, längeres gemeinsames Lernen und kostenfreie Bildung in Schulen und Hochschulen. „Das sind viele gute Gründe, auf die Straße zu gehen. Das ist auch ein Appell für eine bessere Ausstattung des chronisch unterfinanzierten Bildungssystems”, erklärte Perli am Rande der Demonstrationen in Hannover. Er wünschte den Protestierenden in Hannover, Hildesheim, Göttingen, Vechta und Verden viel Erfolg und zeigte sich erfreut über die Teilnehmerzahlen, die über den Erwartungen lägen. Gleichzeitig erwarte er insbesondere von den Schulen, dass sie gegenüber den teilnehmenden Schülern keine Sanktionen aussprechen. „Das Demonstrationsrecht und das Recht auf freie Meinungsäußerung sind hohe Güter. „Es darf den Schülern kein Strick daraus gedreht werden, dass sie für ihre Interessen auf die Straße gehen.”

IGS Wolfenbüttel hat dritthöchste Ablehnungsquote in Niedersachsen – Perli: „Landkreis braucht zwei weitere Gesamtschulen“

Hannover/Wolfenbüttel. Der Landtagsabgeordnete Victor Perli (DIE LINKE) sieht die Forderung seiner Partei nach zwei zusätzlichen Integrierten Gesamtschulen im Landkreis Wolfenbüttel durch neueste Zahlen der Landesregierung bestätigt. Durch eine Landtagsanfrage der LINKEN ist heute bekannt geworden, dass die IGS Wolfenbüttel zum aktuellen Schuljahr mit rund 58 Prozent die landesweit dritthöchste Ablehnungsquote hat. Lediglich in Buchholz und an der Braunschweiger IGS Franzsches Feld seien im Verhältnis zu den verfügbaren Plätzen noch mehr Schülerinnen und Schüler abgewiesen worden. [Weiterlesen →]

Ausbildungskosten unter bestimmten Bedingungen absetzbar

NACHTRAG 09.11.2011: CDU und FDP haben auf das Urteil reagiert und im Bundestag beschlossen, dass die Studienkosten nicht absetzbar sein sollen. Mehr dazu hier.

Wer jetzt eine Steuererklärung macht, kann profitieren

Der Bundesfinanzhof hat in zwei Urteilen vom 28.07.2011 entschieden, dass Kosten, die im Rahmen des ersten Studiums bzw. der Ausbildung entstehen, als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden können. Dabei ist es möglich, die Kosten als sogenannten Verlustvortrag eintragen zu lassen. Vereinfacht heißt dies: Wer heute Ausgaben in seinem Erststudium hat, kann diese Kosten mit seinem ersten Einkommen verrechnen, wodurch die zu zahlende Einkommenssteuer sinkt. Dafür muss man aber in den Jahren, in denen die Kosten entstehen, eine Steuererklärung abgeben.

Als Kosten kommen dabei studienrelevante Anschaffungen wie etwa Bücher oder Computer in Betracht, auch Studiengebühren oder studienbedingte Fahrt- und Wohnkosten. Wichtig ist, dass die Belege vorhanden sind. Ohne Belege keine Erstattung. Ob alle Ausgaben vom Finanzamt anerkannt werden, ist ebenfalls nicht sicher. Aber einen Versuch ist es wert.
Einen „Verlustvortrag“ kann man für die letzten vier Jahre nachträglich eintragen lassen. Wer also in den letzten vier Jahren keine Steuererklärung ausgefüllt hat und noch Belege über studienrelevante Ausgaben besitzt, kann nachträglich eine Steuererklärung einreichen.

Hierbei gibt es aber einige Eventualitäten zu beachten: [Weiterlesen →]

Wietze, Wendland, Wolfenbüttel: DIE LINKE schlägt McAllister alternative Sommerreise vor

Hannover. Anlässlich der heute startenden Sommerreise von David McAllister hat DIE LINKE im Landtag dem niedersächsischen Ministerpräsidenten eine alternative Reiseroute vorgeschlagen. „Der Ministerpräsident will auf seiner Sommereise viele schöne Fotos produzieren. Doch statt um Postkartentauglichkeit sollte er sich lieber um die Sorgen und Nöte der Bevölkerung kümmern“, sagte Victor Perli, der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion.

Die Linksfraktion schlägt folgende Reiseziele vor:

  • McAllister sollte eine der vielen niedersächsischen Kliniken besuchen, die unter Geldmangel leiden. „So kann er an Ort und Stelle erleben, welche Auswirkungen der Investitionsstau in Höhe von zwei Milliarden Euro hat“, sagte Perli. Außerdem sollte McAllister bei einem JobCenter anhalten und sich ein Bild von der schwierigen bürokratischen Umsetzung der Bildungsgutscheine machen.
  • [Weiterlesen →]

    #spanishrevolution. Europas Jugend. Abstieg und Wut.

    27M BCN REVOLUTION from Paco Ruiz on Vimeo.

    Hintergrund:
    Steffen Vogel: “Europas Jugend: Abstieg und Wut”, in Blätter für deutsche und internationale Politik, 4/2011
    Handelsblatt: “Was Spaniens Jugend auf die Straße treibt”, 31.05.2011

    Neuordnung der Lehramtsausbildung: Landesregierung verharrt im alten Denken

    Hannover. DIE LINKE im Landtag hat die geplante Neuordnung der Lehramtsausbildung kritisiert. „Sie darf so nicht umgesetzt werden, die Regierung verharrt im alten Denken. Die Lehramtsausbildung muss grundlegend reformiert werden“, forderte Christa Reichwaldt, die Bildungsexpertin der Fraktion. Sie schlug eine auf die Schulstufen zugeschnittene Ausbildung vor. „Wir brauchen beispielsweise ein Lehramt für die Sekundarstufe I, mit gleicher Bezahlung für alle – egal, ob sie nun an einer Hauptschule oder an einem Gymnasium unterrichten“, so Reichwaldt. Mit der geplanten Neuordnung werde jedoch die Privilegierung der Gymnasiallehrer aufrecht erhalten. Auch die angebliche Verbesserung des Praxisbezugs kritisierte Reichwaldt. „Wir brauchen eine sehr viel frühere Verbindung von Theorie und Praxis. Wenn der entscheidende Test erst im achten Semester erfolgt, ist es viel zu spät für die Studierenden, die aufgrund dieser Praxiserfahrung auch ihre Studienentscheidung überdenken.“ [Weiterlesen →]

    Zu wenige Plätze und mehr als 100 Millionen Euro Sanierungsstau – Studentenwohnheime nicht fit für den doppelten Abiturjahrgang

    Hannover. DIE LINKE im Landtag hat der Landesregierung vorgeworfen, sich nicht um die niedersächsischen Studentenwohnheime zu kümmern. „Wir haben ein Riesenproblem bei den Wohnheimen: Es gibt einen Sanierungsstau, und es fehlen Plätze“, sagte Victor Perli, der hochschulpolitische Sprecher der Fraktion. Perli hatte eine parlamentarische Anfrage zu diesem Thema gestellt, die Antwort der Landesregierung liegt jetzt vor. Nach Einschätzung des Hochschulexperten fehlen in Hannover, Braunschweig und Göttingen insgesamt mehr als 100 Millionen Euro für dringend notwendige Sanierungen; nur ein Sechstel des Investitionsbedarfs könne derzeit finanziert werden. Die Landesregierung habe den Studentenwerken im Jahr 2008 marode Gebäude übergeben und verweigere nun Sanierungshilfen. [Weiterlesen →]

    Wolfenbüttel weist den Weg – Gymnasium soll zur Gesamtschule umgewandelt werden, weil eine Oberschule die Probleme nicht lösen kann

    Hannover. Nach Ansicht der Fraktion DIE LINKE im Landtag zeigt sich am Beispiel Wolfenbüttel, dass das Konzept der Oberschule der Landesregierung nicht zukunftsfähig ist. Dort wurde auf Antrag der CDU ein Prüfauftrag für die Errichtung einer weiteren Integrierten Gesamtschule beschlossen, um das Schulangebot trotz sinkender Schülerzahlen zu sichern. „Diese Entscheidung hat Symbolcharakter für ganz Niedersachsen. Wolfenbüttel weist den Weg”, sagte Christa Reichwaldt, die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion. Es bestehe breite Einigkeit, dass zusätzliche Integrierte Gesamtschulen die richtige Lösung sind, um auf die mittelfristig sinkenden Schülerzahlen zu reagieren. Die Oberschule stelle dagegen keine attraktive Alternative dar. [Weiterlesen →]

    Rede zu erheblichen Mängeln bei Auslandsprojekten der Jugendhilfe

    Abschließende Beratung: Erhebliche Mängel bei Auslandsprojekten der Jugendhilfe – Landesjugendamt reaktivieren, Erfolgskontrolle und Transparenz durchsetzen – Antrag der Fraktion der SPD – Drs. 16/2708 – Beschlussempfehlung des Ausschusses für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration – Drs. 16/3487

    Es gilt das gesprochene Wort

    Schönen guten Tag, meine Damen und Herren, Herr Präsident! Intensivpädagogische Maßnahmen sind ein wichtiges Instrument im Umgang mit sogenannten Problemkids. Sie können ein Rettungsanker für diese Jugendlichen sein, die aufgrund von komplexen Problemlagen kaum noch eine Chance auf ein Leben haben, dessen Grundgerüst nicht aus Faktoren wie Drogenmissbrauch, Gewaltbeziehungen oder Kriminalität besteht.

    Intensivpädagogische Auslandsprojekte können hierbei als ein räumlicher Bruch hilfreich sein. Sie sind vom Grundsatz her durchaus eine richtige Option. Genau deshalb müssen die bestehenden Missstände dringend abgestellt werden. Der SPD-Antrag sieht hierfür eine Reihe zielführender Maßnahmen vor und findet daher unsere Unterstützung.

    (Zustimmung bei der LINKEN)

    Diese Unterstützung gilt für die Bundesratsinitiative zur Einführung von zentralen Meldestellen in den Bundesländern, wo diese Projekte betreut werden. Sie gilt aber auch der Erstellung von landesweiten Richtlinien für diese Projekte. Ganz besonders gilt unsere Unterstützung der Wiedererrichtung des Landesjugendamtes, welches dann die Funktion der Fach- und Rechtsaufsicht übernehmen könnte. [Weiterlesen →]

    Gysi zur Bildungspolitik

    Presseecho: Wolfenbütteler Linke für zweite IGS im Kreis

    aus der Braunschweiger Zeitung vom 15. Januar 2011:

    WOLFENBÜTTEL. Die Wolfenbütteler Linken haben sich für die Gründung einer zweiten Integrierten Gesamtschule (IGS) im Landkreis ausgesprochen. “Sowohl die Anmeldezahlen zur IGS Wallstraße als auch die Elternbefragung des Landkreises haben gezeigt, dass ein unmittelbarer Bedarf für weitere Gesamtschulen im Landkreis vorhanden ist. Die Einrichtung einer zweiten IGS ist Elternwunsch und muss schulpolitisch die oberste Priorität haben? sagte Jürgen Hartmann, Ratsherr der Linken. Als mögliche Standorte kämen Schladen, Schöppenstedt und Sickte in Frage. [Weiterlesen →]

    Zweite Gesamtschule im Kreis hat oberste Priorität – Vorschlag der Grünen kontraproduktiv

    Die Wolfenbütteler LINKEN haben sich für die Gründung einer zweiten Integrierten Gesamtschule (IGS) im Landkreis ausgesprochen. “Sowohl die Anmeldezahlen zur IGS Wallstraße als auch die Elternbefragung des Landkreises haben gezeigt, dass ein unmittelbarer Bedarf für weitere Gesamtschulen im Landkreis vorhanden ist. Die Einrichtung einer zweiten IGS ist Elternwunsch und muss schulpolitisch die oberste Priorität haben” sagte Jürgen Hartmann, Ratsherr der LINKEN im Rat der Stadt Wolfenbüttel. Als mögliche Standorte kämen Schladen, Schöppenstedt und Sickte in Frage. [Weiterlesen →]